Wie Schweizer einen ETF Sparplan anlegen können
Ging es dir auch so: Du hast im Internet oder an anderer Stelle von ETFs gehört und möchtest nun mit einem Fondssparplan deine Finanzen bequem regeln?
Bis vor wenigen Jahren gab es kaum Schweizer Anbieter für preiswerte ETF-Sparpläne, doch damit ist jetzt Schluss!
Immer mehr Anbieter haben die hohe Nachfrage endlich wahrgenommen und bieten dir jetzt in der Schweiz ETF Sparpläne an. Wo und wie du am besten vorgehst, erfährst du hier!
















Lieber Eric,
vielen Dank für deinen hilfreichen und informativen Content.
Ich würde gerne für meinen Neffen, der in Deutschland lebt, einen ETF-Sparplan einrichten. Für mich und meine Tochter habe ich das in der Schweiz bereits bei VIAC umgesetzt.
Hast du eine Empfehlung, wie ich das aus der Schweiz am sinnvollsten für ihn aufsetzen kann – besser über einen Anbieter in der Schweiz oder in Deutschland? Und wie lässt sich sicherstellen, dass das Depot in etwa 10 Jahren rechtlich korrekt auf meinen Neffen übertragen werden kann?
Gibt es dabei besondere gesetzliche Aspekte, steuerliche Fallstricke oder andere Punkte, auf die ich achten sollte?
Vielen Dank im Voraus!
Hallo Arndt,
Ja, grundsätzlich ist das möglich – ich würde es aber simpel halten 😊
Am saubersten ist es meist, wenn die Eltern in Deutschland ein Kinderdepot eröffnen (z. B. bei einem deutschen Broker) und du das Geld regelmässig als Geschenk einzahlst. Dann gehört das Depot rechtlich direkt deinem Neffen.
Ein Depot auf deinen Namen mit späterer Übertragung wäre zwar auch möglich, könnte aber je nach Betrag steuerliche Fragen bei Schenkungen auslösen (vor allem weil Deutschland involviert ist).
Da hier Schweizer und deutsches Recht zusammenkommen, würde ich bei grösseren Beträgen sicher kurz einen Steuerexperten fragen.
Kurz: Deutsches Kinderdepot über die Eltern = vermutlich meist die unkomplizierteste Lösung. (Falls jemand Tipps hat, gerne teilen!)
Lieber Eric
Danke für die stets sehr hilfreichen Blogposts und das Teilen deines fundierten Wissens uns Recherchen. Ich sitze etwas zwischen den Stühlen bzgl. der Anbieter. Das kostengünstige Degiro habe ich mir wegen dem Auslandsrisiko wie du erwähnst abgeschminkt und ich habe vor ein paar Jahren mal 2 ETFs bei Swissquote gekauft, jedoch stören mich hier die hohen Depotgebühren. Ich will nun wieder mal einen grösseren Betrag investieren und dann regelmässig in ETFs investieren (eben evtl. Via Sparplan). Da die Kosten für Käufe ja unterschiedlich sind mit einmalig/Dimension/% oder Pauschalbetrag bin ich unsicher ob ich weiterhin bei Swissquote bleiben soll oder alles zu Saxo schieben wenn bei diesen ab 2025 nun keine Depotgebühren mehr anfallen, weiss aber nicht wie es mit den trading kosten dann im Vergleich schlauer ist mit grosser Einmalkauf + danach Dauerauftrag?
Herzlichen Dank und liebe Grüsse
Hallo Mikki
danke für deine Frage!
Die Wahl kann ich dir nicht abnehmen, du musst den zu dir persönlich am besten passenden Anbieter selbst auswählen.
Wo ich dir helfen kann, sind Gebühren etc.
Bei Saxo sind Sparpläne für viele ETFs kostenfrei. Eine grosse Summe könnte auch via einmaliger Sparplanausführung untergebracht werden … 🙂
Also einmal einstellen, ausführen, danach beenden oder bspw auf einen kleineren Betrag umstellen.
Swissquote vs Saxo (oder jeder andere Vergleich) sollte aber nicht nur aufgrund von Gebühren gemacht werden. Funktionsumfang, Support und vieles Mehr sollte bedacht werden. Du willst dich schliesslich sicher und gut aufgehoben fühlen, wenn du nennenswerte Summen investierst.
Ich hoffe, das hilft dir schon mal weiter.
Viel Erfog!
(Keine Anlageberatung)
ich habe mich zur Vermögenssicherung mit geringem Risiko entschieden Saxo Autoinvestor zu nutzen mit 80% in iShares Core MSCI World UCITS und 20% iShares Core SPI (CH) ETF.
Gewinne mach ich mit aggressiveren Investments, dass hier dient der Gewinnsicherung.
meine einzige Sorge ist der fallende Dollar der scheinbar kein boden finden möchte.
ist meine Strategie mit 80% Msci World und 20% SPI sinnvoll oder totaler schwachsinn?
Danke dir für deinen Kommentar Mani 😊
80 % MSCI World und 20 % SPI ist grundsätzlich eine breit diversifizierte Aktienstrategie mit leichtem Home Bias – also kein Unsinn. Aber: Es sind 100 % Aktien und ist in dem Sinn keine Absicherungsstrategie, sondern hoch aggresiv. Das bedeutete historisch klar Schwankungen, temporär auch mal -30 % oder mehr.
Zum Dollar: Wichtig, dass du das auf dem Radar hast. Die 20 % SPI reduzieren dein USD-Exposure gezielt.
Wichtig ist weniger die ETF-Kombi, sondern ob du die Schwankungen mental aushältst. Keine Anlageberatung – nur ein paar Gedanken zur Einordnung.
Guten Tag
Meine Frage zur Tabelle der Robo Advicers (ETF Sparplan mit vorgegebenen Strategien) im speziellen zum Anbieter VIAC und der Aussage bei den Nachteilen, dass eine Rücknahmekommission von bis zu 1.25% anfällt.
Ich habe dazu VIAC befragt und die Aussage von VIAC ist, dass beim Produkt «INVEST» keine Rücknahmekommission anfällt. Der Rücknahmewert der VIAC Fonds entspricht dem NAV, bzw. dem NAV der zugrundeliegenden Anlagefonds (je nachdem von wem die sind). Beziehen sich die 1.25% in der besagten Tabelle allenfalls auf die Annahme, dass Rücknahmekommission auf den Anlagefonds der Anbieter von VIAC anfallen, falls ja worauf beruht diese Annahme?
Hallo Daniel
Vielen Dank für die präzise Nachfrage und die zusätzlichen Details aus dem Factsheet!
Ich bin nochmal durch ein paar Factsheets gegangen und habe einzelne gefunden, wo Ausgabespesen deklariert werden. Diese sind aber tiefer als 1,5% (haben die Fonds gewechselt?) und mit dem Hinweis versehen : «*Ausgabe- und Rücknahmespesen werden nur bei einem Überhang abgerechnet. Bei wöchentlichen Netto-Zuflüssen werden Rücknahmen also bspw. ohne Spesen bedient.»
Ich werde die Tabelle umgehend korrigieren und diesen Punkt bei den Nachteilen anpassen.
Danke für dein Feedback – solche Community-Inputs helfen enorm, die Qualität der Vergleiche zu verbessern!
Beste Grüsse
Eric
Hallo Eric
Vielen Dank für die Rückmeldung. Vielleicht noch eine Folgefrage, was ist der Grund das VIAC kein Rating hat in der Tabelle, bzw. sind es die von Dir erwähnten Nachteile oder gibt es einen anderen Grund?
Beste Grüsse
Daniel
Gerne, Daniel!
Viac Invest besteht noch nicht so lange, dass das Rating klar wäre, aber soweit es sich abzeichnet: Es wird sehr gut ausfallen.
Hallo Eric
Wie kommst du auf über 1’000 ETFs bei Swissquote? Ich habe nur ca. 100 sparplanfähige ETFs gefunden. Evtl. habe ich etwas übersehen.
Hallo Ecko,
das stimmt. Verfügbare ETFs und sparplanfähige sind zwei paar Stiefel. Letztere werden immer mehr, ich versuche einmal die genaue ,aktuelle Zahl herauszufinden.
Habe direkt beim Anbeiter zum Swissquote ETF Sparplan nachgefragt: Aktuell sind 131 ETFs für Sparpläne gelistet. Sie verteilen sich auf folgende Kategorien (ungefähr):
• 🌍 World / Global: 30+
• 🇺🇸 USA / S&P 500 / Nasdaq etc.: ca. 25
• 🇨🇭 Schweiz / Swiss ETFs: ca. 10
• 🇪🇺 Europa (DAX, EURO STOXX etc.): ca. 10
• 🌱 Thematic ETFs (z. B. Clean Energy, Blockchain, Robotics): ca. 25
• 🌎 Emerging Markets / Asia: ca. 10
• 🪙 Rohstoffe / Gold / Silber / Platin: ca. 10
• 💸 Dividenden-ETFs: ca. 5
• 📈 Anleihen / Bonds: ca. 7
Hallo Eric
wie man als Finanzblogger einen Anbieter mit überzogenen Währungswechselgebühren empfehlen kann, müsste mir erst einmal jemand erklären. Oder liegt es vielleicht an der Provision? Grüsse, Gerhard
Hallo Gerhard,
die höchsten Wechselkursgebühren im Beitrag hat PostFinance – ich nehme an, du meinst diesen Anbieter. Seit 2019 habe ich von PoFi nie einen einzigen Rappen Provision erhalten 🙂 aber der Anbieter ist nun mal so gross, dass man im Vergleich kaum daran vorbeikommt. Mein Job ist hier, einen relevanten, möglichst einfachen Vergleich zu schaffen.
Wäre es dir lieber, grosse Anbieter nicht zu sehen und somit keine «Messlatte» zu haben?
Hallo Eric
Danke für die tolle Website!
Am 22. Dezember 2023 hast du ein Webinar empfohlen betreff hedging ETF auf CHF.
Ist eine Aufzeichnung von diesem Webinar verfügbar?
Mich würde eine Antwort zu Ramons Frage sehr interessieren.
Freundliche Grüsse
Sam
Hallo Sam,
nein, das wurde aus Datenschutzgründen nicht aufgezeichnet. Doch es wird im September wieder Webinare dazu geben. Du kannst dich hier schon auf die Warteliste eintragen.
Hallo 🙂
Bin momentan auf der Suche meinen ersten ETF zu kaufen.
Ich würde gerne ein ETF in CHF Kaufen der Weltweit abgebildet ist und max 60% USA hat.
Was denkst du zum :iShares MSCI ACWI UCITS ETF USD (Acc) /IE00B6R52259 auf Saxo mit SIX
Oder hättest du eine bessere Alternative? Kanna uch auf Yuh investieren.
Hallo Oliver
Der ETF ist preiswert, thesaurierend, Domizil in Irland und sehr breit aufgestellt (aber leicht über 60% USA).
Sieht also attraktiv aus! Eine Anlageberatung kann ich dir hier aber nicht geben 🙂
Hey Eric
Echt witzig, dass du den ETF-Sparplan von Swissquote als besten bezeichnest. Im Vergleich zu der SaxoBank(viele ETFs von IShares und Amundi, komplett GRATIS) gibt es meiner Meinung nach keinen einzigen Vorteil. Kannst du kurz erläutern warum du diese Vorteile nicht aufgezeigt hast? Gibt es einen Grund?😃
LG Sandro
Hallo Sandro
SQ ist für die Kunden der beliebteste Anbieter unter den Online-Brokern … bzw. SQ ist der grösste CH-Online-Broker auf dem Markt.
Einen einzigen Anbieter, der für ALLE am besten ist, gibt es nicht. Jeder Investor hat eigene Bedürfnisse und Möglichkeiten (Startkapital und monatliches Volumen für den Sparplan), daher überlasse ich auch jeder Person selbst die Wahl und spreche keine EINE Empfehlung aus 🙂
Hey Sandro
Meiner Meinung nach ist Saxo die bessere Lösung.
Kostenloser Sparplan und gute Plattform und es ist super einfach Kinder Unterkonten einzurichten.
Dazu kommt noch, dass man keine Jährliche Kontogebühren hat.
Was möchte man noch mehr?
LG Kili
Lieber Eric
Mich interessiert folgende Thematik brennend. Wenn ich beispielsweise einen MSCI World ETF in Dollar über Swissquote bespare und es kommt irgendwann zu einem extrem grossen Dollarcrash (Stichwort Überschuldung der USA) und auch sonst hat der Dollar in den letzten Jahren ohnehin extrem an Wert verloren und steht keiner rosigen Zukunft gegenüber. In welchem Ausmass hat der Währungscrash dann einen Einfluss auf das angesparte Kapital? Ist dann ein Grossteil des Kapitals aufgrund des Währungscrashes weg? Was sind die Folgen?
Es gibt ja auch noch ETF wo die Währung gesichert ist. Was sin die Konsequenzen eines solchen ETF bei einem Dollarcrash? Ist ein ETF wo die Währung gesichert ist die beste Lösung?
Vielen Dank vorab für deine Erklärung.
Hallo Ramon,
danke für deine Frage und die spannende Überlegung. Genau das behandeln wir im kostenfreien Webinar im Januar.
Die Gefahr des Währungsrisikos sollten Schweizer unbedingt beachten. Im FinanzFahrplan bauen wir Strategien daher so auf, dass sie keinem unnötig grossen USD- oder Euro-Risiko ausgesetzt sind.
Leider empfehlen manche Leute auf Social Media, man soll einfach einen All-World-ETF kaufen und das Portfolio sei damit vollständig. Dieser Rat ist allgemein nicht gut und für Personen in der Schweiz mehrfach riskant!
Schau daher gerne im kostenfreien Webinar im Januar oder im FinanzFahrplan vorbei.
Liebe Grüsse,
Eric
Hallo Eric
Extrem tolle Plattform, die du hier hast. Grosses Kompliment was du hier geschaffen hast! Bin brutal begeistert! Unfassbarer Mehrwert, den du hier bietest.
Ich habe vor einem Jahr noch etwas blauäuig beim VZ ein Depot eröffnet. Einzig und allein deswegen, damit ich einen ETF mit tieferen Gebühren besparen kann als einen Fonds bei meiner Hausbank auszählen. Damals hatte ich noch kein all zu grosses Wissen zu ETF. Mittlerweile habe ich mehr gelernt und möchte selber den ETF steuern und von tieferen Gebühren profitieren, da diese ja die Rendite fressen. Wunsch wäre einen MSCI World bei Swissquote zu besparen. Die Gebühren beim VZ nebst der TER sind 0.55% pauschal. Also alles in allem bei um die 0.75% total.
Wie ist das eigentlich mit der Wechselkursgebühr bei Swissquote wenn der ETF in Dollar ist? Fressen die Wechselkursgebühren (bis zu 1%) nicht sehr viel von der Rendite weg? Handelsplatz wäre die Schweizerbörse. Mir ist nicht klar, mit welchen effektiven Kosten nebst der TER zu rechnen ist, wenn beispielsweise quartalsweise CHF 1’500 in den iShares Core MSCI World UCITS ETF IE00B4L5Y983 investiert wird. Währund des Fonds ist eben Dollar. Könntest du mir bitte hier mehr Klarheit schaffen mit einem Rechnungsbeispiel? Die TER ist 0.20%. Welche Zusatzkosten kommen noch dazu nebst Depotgebühren bei Swissquote? Ich frage deshalb, da ich beim VZ theortisch den gleichen ETF hinterlegen könnte, jedoch die jährlichen Kosten sich bei 0.75% bewegen also TER plus die VZ Pauschale von 0.55%. Vielleicht ist das Paket beim VZ alles in allem doch nicht all zu schlecht mit allen Zusatzkosten von anderen Plattformen wenn diese zusammengerechnt werden?
Herzlichen Dank für die Klärung, die ich sehr schätze.
Vielen Dank für dein so positives Feedback, Ramon, das freut mich! 🙂
Hier im Kommentarbereich ist eine Hochrechnung etwas schwer darstellbar. Aber lass es uns vereinfacht betrachten: Kaufkosten inkl. Wechselkursgebühren werden nur einmalig fällig (bzw. beim Kauf und beim Verkauf). Hingegen laufend hohe Gebühren in Form einer TER oder anderweitig, belasten deine Investments für alle künftigen Jahre.
Eine Wechselskursgebühr beim Kauf wird daher schnell durch laufende jährliche Gebühren übertroffen.
Das VZ oder andere Robo Advisor bezahlen diese Gebühren natürlich ebenfalls und verrechnen sie dir daher gebündelt in Form ihrer laufenden Gebühren. Wenn ein Anbieter häufiges Rebalancing betreibt, werden sogar noch höhere Kosten fällig.
Die totalen Gebühren für deinen ETF-Kauf siehst du hier im Swissquote Beitrag 🙂
Liebe Grüsse,
Eric
Was haltest du von fianzen.net zero? Dort kann man auch als Schweizer ein Konto anlegen. Aber ich bin mir nicht sicher wegen den Steuern.
Hallo Rolf,
danke für den Tipp! Ich kannte das Angebot nicht bzw. wusste nicht, dass auch Schweizer dort investieren dürfen. Ich schau mir das gerne näher an. Wenn es relevant ist, gibt es dazu einen Blogpost 🙂
Dieser Anbieter interessiert mich auch sehr. Das Konto wird jedoch in EUR geführt. Ist das als Schweizer nicht ein etwas hohes Risiko?
das ist definitiv ein Risiko, welches nicht unterschätzt werden sollte. In den letzten 30 Jahren hat der Euro gegenüber dem Franken gut 43% an Wert verloren. Entsprechend sollte das Währungsrisiko bei Investments im Ausland unbedingt bedacht werden.
Wir sieht es aktuell mit YUH und den Sparplänen aus? Welcher ETF würdet ihr dort empfehlen als Beginner so 300 bis 500 Franken pro Monat?
Sinnvollerweise und aus Gründen der Diversifikation würde ich den Global Blue Chips in CHF (MSCI World) oder in USD (FTSE All World) besparen. Wenn du einen Faktor berücksichtigen willst, gäbe es noch den FTSE All World High Dividend oder den MSCI World Momentum.
Gibt es die denn bei Yuh?