Wie hoch sollte der Notgroschen sein? Notgroschen Schweiz berechnen
Wie hoch dein Notgroschen sein sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind insbesondere deine notwendigen monatlichen Ausgaben, die Sicherheit deines Einkommens, ein mögliches zweites Einkommen im Haushalt und finanzielle Verantwortung für Kinder oder Angehörige.
Um deinen persönlichen Notgroschen zu berechnen, verwendest du am einfachsten unseren obigen Notgroschen Rechner. Er berücksichtigt deine Einkommenssituation, die Anzahl Einkommen in deinem Haushalt sowie Kinder oder andere Angehörige. Auf dieser Grundlage empfiehlt er dir, wie viele Monatsausgaben dein Notgroschen abdecken sollte.
Anschliessend trägst du deine notwendigen monatlichen Ausgaben und deinen bereits vorhandenen Notgroschen ein. Der Rechner zeigt dir sofort, welchen Zielbetrag du anstreben kannst und wie viel dir bis dahin noch fehlt. Die Empfehlung dient als Orientierung und kann an deine persönliche Situation angepasst werden.

Hallo Eric
Wie ist deine Meinung dazu, wenn ein Teil des Notgroschens (ca. 50–70 %) bei Monefit parkiert wird? Ein Nachteil ist sicher die Währung (Euro). Allerdings gleichen die 7.5 % Rendite mit täglicher Teilauszahlung diesen Umstand wieder aus. Auch die Rückholbedingungen mit sofort verfügbaren 1’000 € sowie der Restauszahlung innert 10 Tagen wirken recht attraktiv.
Hallo David,
Monefit ist keine klassische Schweizer Banklösung, sondern eine EUR-basierte Anlage-/Kreditplattform mit deutlich höherem Risiko als ein normales Sparkonto. Neben dem Währungsrisiko (EUR/CHF) trägst du auch Anbieter- und Liquiditätsrisiken – die hohen 7.5% kommen nicht ohne Grund zustande.
Gerade für Schweizer ist das wegen des starken Frankens oft unattraktiv. Und beim Notgroschen würde ich persönlich erst recht auf maximale Sicherheit, schnelle Verfügbarkeit und CHF-Fokus setzen. Für mich also ein klares Nein.
Hey Eric,
Danke für den tollen Beitrag, wie immer! Ein Notgroschenkonto wie z.B. ein Sparkonto oder ein Topf in Zak wäre eine einfache Lösung aber…. so isst Inflation unsere Ersparnisse! In Juli 2022 war Inflation in der CH 3.4%. Das ist Kaufkraft die wir automatisch verlieren wenn wir ein Konto in Bargeld anlegen.
In EUR kenne ich die schöne Möglichkeit von Nexo, dort kann man auch Euro aufladen, sie sind liquide Mittel, und die positive Zinsen sind so hoch wie 8%. Toll. Leider ermöglichen sie (noch) keine CHF.
Mit etwa Recherche habe ich diese Aktie/Token gefunden: realunit
Kennst du/jemand mehr darüber? Solange ich verstehe sie investieren hauptsächlich in Gold. Der ERC20-Token wäre schon interessant.
Andere Ideen, um die Notgroschen von Inflation zu schützen, sind mehr als willkommen 😉
Vorsicht Luca!
Ein Notgroschen ist für Notfälle da. Wenn du deinen Notgroschen in hoch(!)-riskante Anlagen steckst, kann das Geld im Extremfall verloren sein.
Dein Notgroschen sollte sicher und immer liquide (flüssig) verfügbar sein. Also beispielsweise auf einem normalen Bankkonto.
Nexo ist eine Krypto-Plattform und hat hier unter dem Thema Notgroschen nichts verloren! Bitte lass dich von vermeintlich sicheren «Zinsen» von 8% nicht täuschen. Es gibt keine Rendite ohne Risiko und bei einem Krypto-Investment ist ein Totalverlust nicht ausgeschlossen.
Ich hoffe du und alle die hier mitlesen verstehen das.
Halte deinen Notgroschen daher immer sicher auf einem Konto. Natürlich gibt es eine Inflation, doch diese darf dich bei deinem Notgroschen nicht zu risikoreichen Anlagen verleiten. Weiterhin gibt es bereits (und sicher bald bei weiteren) Banken, die wieder Zinsen auf dein Kontoguthaben in CHF ausbezahlen.
Yuh ist eine erste davon.
Lieber Gruss
Eric
Hallo Eric
Vielen Dank für deine Antwort und diene Vorschläge!
Also solange ich verstehe hat es keinen anderen Weg als die Notgroschen auf einem Bankkonto in Bargeld zu halten und… leider von der Inflation leiden 🙁
Ist es wirklich so?
Aber ich verstehe was du bezüglich Nexo sagst. Was über Realunit? Sie sehen keine riskante Investitionen aus…
Hallo Luca
Real Unit sieht für mich nach einem kurzen Blick aus wie ein klassischer Robo Advisor. Sie schlagen eine Aktienquote von etwa 40% vor – nach einer groben Daumenregel würde ich hier kein Geld investieren, welches ich in den nächsten 4 Jahren wieder benötige. Also definitiv auch keine Option für den Notgroschen.
Inflationsschutz kann über Investments gemacht werden.
Ich würde dir jedoch davon abraten, Geld welches immer kurzfristig für Notfälle verfügbar sein sollte (wie der Notgroschen) zu investieren.
Was auch in die Berechnung des Notgroschens ( ich nenne es mein Murphy-Konto ) einfliessen sollte:
– Franchise der Krankenkasse
– Bist du auf ein Auto angewiesen aber deine Klapperkiste könnte jederzeit den Geist aufgeben?
– Wie ist dein Allgemeinzustand? Musst du z. B. mit grossen Zahnarztrechnungen rechnen?
– Wie sieht es mit den Versicherungen aus? Wenn du keine Hausratversicherung hast, könntest du dich nach einem Wasserschaden mal schnell neu einrichten?
– persönliche Risiken anderer Art…
Nach meiner Erfahrung besucht Herr Murphy besonders gern Leute die nicht auf ihn vorbereitet sind. Oder könnte es sein dass die Vorbereiteten seinen Besuch nicht als katastrophal sondern nur als lästig ansehen???
klasse, danke für deinen Beitrag Alain!