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Säule 3a ist m. E. nur wenige Jahre vor der Pensionierung sinnvoll und sogar da mit Nachteilen verbunden. Der Vorteil besteht ja de facto nur in der Steuerersparnis beim Einzahlen. Hat man aber z. B. im Jahr der Einzahlung eine Steuerersparnis von 15 % und noch 30 Jahre bis zur Pension, besteht diese Ersparnis in 1/2 Prozent pro Jahr. Dabei ist noch gar nicht berücksichtigt, dass bei der Auszahlung wieder (derzeit noch geringere) Steuern anfallen. Und sogar diese geringere Besteuerung bei Auszahlung steht aktuell zur Diskussion. Die Finanzministerin will das nämlich im Rahmen des Sparpaketes ändern, dann ist der ganze Vorteil im A.. Die Säule 3a in Wertschriften anlegen, ist zwar prinzipiell besser als nur verzinsen, hat aber den Nachteil, dass man bei Pensionsantritt diese Wertschriften verkaufen MUSS. Wenn dann gerade die Kurse schlecht sind, kann das ein Minus bedeuten. Daher ist es besser, selbständig in Wertschriften (v. a. Aktien, ETFs) zu investieren und kann dann nach freiem Ermessen verkaufen, egal in welchem Alter man ist. Säule 3 a als Versicherung ist, wie du eh schreibst, ein Unsinn, Sparen und Versicherung gehören getrennt.
Danke für deinen Kommentar, Gerhard!
Die Säule 3a bietet langfristig tatsächlich steuerliche Vorteile, die bei richtiger Planung (z.B. Staffelung der Auszahlung) maximiert werden können. Die Diskussion um die Besteuerung ist aktuell, aber noch nicht umgesetzt (glaube persönlich nicht, dass es dazu kommt).
Wertschriften in der 3a zu halten birgt Risiken bei der Auszahlung, aber langfristig bleibt das Potenzial hoch – gerade für den Vermögensaufbau.
Hi Eric, ich wollte festhalten, dass der Steuervorteil geringer wird, je länger es bis zur Pension dauert. Wie beschrieben, wenn ich dieses Jahr 15 % bei der Steuer spare, aber erst in 15 Jahren ins Pensionsalter komme, habe ich faktisch eine (Steuer-)rendite von nur 1 % p. a., und dann kommt noch die Auszahlungssteuer davon weg. Also unrentabel. Besser Wertschriften, ich setze übrigens nur auf Aktien, in einem privaten Depot halten. Wenn man aber z. B. 3 Jahre vor dem Pensionsalter 15 % Steuern spart, ist die Steuerrendite bei 5 %, das ist gut. Ich halte selber nur Aktien in einem privaten Depot, breit gestreut auf 30 – 35 Titel und bin so seit vielen Jahren auf der Gewinnerseite.
Hi Gerhard,
Einzahlungen in die Säule 3a werden direkt vom steuerbaren Einkommen abgezogen.
Die Steuer-Rendite würde ich so, wie du sie betrachtest, insbesondere bei freiwilligen Pensionskassen-Einkäufen betrachten.
Dazu ergänzend: Bald sind freiwillige Einkäufe in die Säule 3a möglich.
Mein Mann hat 4 Säule 3a Konten, 3 davon bei 2 verschiedenen Versicherungen. Wir sind erst 30 und er zahlt seit ca. 11 Jahren ein. Logischerweise würden wir Geld verlieren wenn wir sie auflösen, was ich mich aber frage ist ob es trotzdem Sinn macht, damit wir bei der Auszahlung dann nicht noch mehr an Steuern zahlen? Kannst du uns da weiterhelfen? Oder wen fragen wir am besten? Eine andere Frage: mein Banker meinte zu mir man sollte Säule 3a Konten bis max. 50’000 füllen. Stimmt das? Wieviel Konten darf man denn haben? Lieben Dank für die Antworten 😊
Liebe Celina,
die Thematik mit den 3a-Policen ist leider oft sehr unschön, da hohe Gebühren anfallen. Dennoch kann es sich oft lohnen, in den sauren Apfel zu beissen … es sollte aber immer individuell betrachtet und berechnet werden. Am besten suchst du dazu einen unabhängigen Finanzberater, welcher keine Abschlussprovisionen erhält, sondern einfach pro Stunde bezahlt wird.
Sonst wird dir schnell das nächste Produkt verkauft …
Bezüglich Staffelung: Faustregeln wie die 50’000 sind viele verbreitet und eigentlich immer falsch, sie geben aber eine Richtschnur. Hier findest du konkrete Rechnungen und eine Anleitung zur 3a Staffelung.