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Hoi Eric,
ich habe meinen Wohnsitz in Deutschland und möchte gerne in der Schweiz investieren.
Mich interessiert vor allem das Angebot der Saxo Bank Schweiz und möchte wissen, ob ich als Nicht-Schweizer ebenfalls die gleichen Konditionen, sowie die CHF 200 Trading Credits dieser Bank erhalte.
Für deine Rückantwort danke ich dir vielmals im Voraus.
LG Elgo
Hallo Elgo
es kommt dann wohl darauf an, ob du ein CHF-Konto in der Schweiz eröffnen möchtest, oder dir ein EUR-Konto in DE angeboten wird.
Am besten kontaktierst du den Kundensupport dazu und lässt dich beraten, wie du optimal vorgehen kannst.
Hallo Eric
Herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag. Gibt es deiner Meinung nach einen ungefähren %-Anteil, den schweizer Aktien im Portfolio ausmachen sollten?
Viele Grüsse
Nadine
Hallo Nadine,
als grobe Hausnummer könnte man über 30 – 40% nachdenken. Jedoch sollte die Überlegung genauer gemacht und auch geprüft werden.
Weil das etwas aufwendiger ist: Im FinanzFahrplan simulieren wir verschiedene Strategien und schauen genau, welcher Anteil sich für deine persönliche Situation eignet.
Dabei sollte man das Humankapital nicht ausser acht lassen um ein Klumpenrisiko zu vermeiden.
Hallo Eric
Tausend Dank für die hilfreichen Informationen! Die Frage des Währungsrisikos treibt mich tatsächlich auch um. Ich bin vor 15 Jahren aus Deutschland in die Schweiz gezügelt, mittlerweile bin ich Schweizer und möchte auch den Rest meines Lebens in der Schweiz wohnhaft bleiben. Allerdings habe ich bedingt durch Erbe & Schenkung noch Euro bei einer Bank in D. Ich habe mittlerweile diese investiert über Depots die ohne deutschen Wohnsitz möglich sind (eins bei DKB und eins bei finanzen-zero.net; scalable capital oder trade republic wären meine erste Wahl, stehen aber leider ohne deutschen Wohnsitz nicht zur Verfügung). Ich habe mich gegen den Transfer der EUR in CHF entschieden mit dem Gedanken der Diversifizierung und Risikoverteilung. Ich verdiene CHF, sodass mein Vermögensaufbau CHF-dominiert ist. Langfristig baue ich also mein Vermögen in CHF weiter auf. Zwei Fragen: 1. Ist das grundsätzlich sinnvoll? 2. Wenn ich in USD-ETF/Aktien investiere, sollte ich dann lieber mit den EUR oder CHF investieren? Momentan erhalte ich ja mehr USD für CHF, aber wenn der CHF stärker wird verdampft das meine Gewinne an USD-ETF wie Du im Artikel sehr schön beschrieben hast.
Ganz herzlichen Dank für Deinen mega guten Content!!!
Viele Grüsse
Christian
Hallo Christian
vielen herzlichen Dank für dein positives Feedback zum Blog! 🙂 Das freut mich sehr.
Zu deinen Fragen: Wichtig zu wissen ist, dass die Zukunft nie aufgrund der Vergangenheit vorhergesagt werden kann.
Daher kann dir niemand eine 100%ige Antwort auf deine Fragen geben. Wenn wir aber davon ausgehen, dass der Franken weiterhin stark bleibt, könnte ein Wechsel von Euros in Franken definitiv sinnvoll sein.
Zumindest der Einsatz der anderen Währungen für Käufe in diesen Währungen ist absolut empfehlenswert. Euros für Euro-ETFs zu verwenden und Dollar für Dollar-ETFs zu nutzen, macht absolut Sinn. So sparst du dir zumindest die Gebühren für den Währungswechsel, welche bei jeder Bank/Broker aufkommen.
Ein wechsel zwischen den Währungen ist quasi eine Spekulation auf den künftigen Wechselkurs, den kann dir, wie gesagt, niemand vorhersagen. Aber zumindest das Vermeiden oder Reduzieren von Währungswechseln und den zugehörigen Gebühren würde ich dir anraten. So kannst du bspw. CHF-ETFs in der Schweiz in Franken kaufen und Euro-ETFs (falls du solche überhaupt im Portfolio hast) bei deinem Broker in Deutschland kaufen, wo sowieso schon Euros liegen.
(Dies ist natürlich keine empfohlene Vorgehensweise für andere, die hier mitlesen, sondern rein auf diesen Sonderfall bezogen).
Ich hoffe, diese Gedanken helfen dir weiter!
Liebe Grüsse 🙂
Eric
Hallo Eric
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Und vor allem auch den Perspektivwechsel in diesem etwas speziellen Fall. Ich denke in der Tat auch, dass der Franken weiterhin an Stärke zu nimmt. Ich dachte daran, die Euro in Euro-Investments zu behalten um dieses Währungsrisiko trotzdem etwas abzusichern, da ich noch mind. 30 Jahre in CHF Vermögenszuwachs haben werde. Aber während ich diese Zeilen hier schreibe zweifele ich ob das nicht in sich paradox. Denn wenn ich denke der CHF wird stärker, dann wäre es ja evtl. auch ok die Währungswechselgebühren in Kauf zu nehmen (von EUR zu CHF). Um dann zu versuchen möglichst breit diversifiziert in CHF-ETF zu investieren. Hier war Dein Artikel wirklich sehr erhellend, denn mich hatten zuvor die oft hohen TER abgeschreckt und so bespare ich momentan auch einen Welt ETF in USD. Ein schönes Beipsiel ist der iShares MSCI World CHF hedged (ISIN: IE00B8BVCK12) mit TER 0.55% und der gleiche in USD (ISIN: IE00B4L5Y983) mit TER 0.2%. Wenn man bei justetf.com die 5 Jahresperformance anschaut, sieht man dass der CHF hedged ETF ca 48% und der USD ETF ca 65% Wachstum hatten. Nun ist der USD ggü. CHF in der gleichen Zeit ca 10% schwächer geworden. Vielleicht liegen die übrigen ca 7% Unterschied irgendwo im Spread zwischen An/Verkauf oder Währungsumrechnungsgebühren (wobei letztere bereits in den höheren TER enthalten sind, dachte ich). Wie auch immer… Bei der Anschauung hatte ich nun noch 2 Fragen und wäre sehr froh und dankbar Deine Meinung dazu zu lesen. 🙂
1. Wenn man nun per Sparplan regelmässig in einen USD-ETF investiert und angenommen der CHF wird auch ggü. dem USD langfristig weiterhin stärker, dann kann man ja auch bei jedem zukünftigen Kauf immer mehr ETF-Anteile für den immer stärker werdenden CHF kaufen. Nun ist aber bereits ein grosser Anteil in USD investiert, der dann natürlich relativ schwächer wird. Und nun ist nur die Frage, wieviel man zukünftig noch investiert wie der Gesamteinfluss ist auf das Investment. Kennst Du für diese Szenarien einen online Währungsrechner? Falls nicht, wäre es evtl. cool wenn Du so einen auf Deiner Hompage integrieren könntest. Denn ich habe nun erst mit Dir gelernt wie wichtig die Währungsanschauung vor allem für den Standort CH ist für die Vorsorgeplanung. Sonst verhagelt es nachher die ganzen schönen Prozentpunkte der Welt-ETFs.
2. Mal angenommen, dass der CHF ggü. USD und EUR immer stärker wird und man sowohl CHF als auch EUR Cash Reserven hat. Wenn man nun in USD-ETF investieren möchte, wäre es empfehlenswert dies über EUR durchzuführen, oder? Vor allem im Hinblick wenn man spekuliert, dass der USD ggü. EUR in Zukunft stärker wird.
So, das sind vorerst meine letzten Fragen. 🙂 Würde mich sehr freuen, wenn Du kurz dazu Deine Einschätzung geben könntest (ohne Anlageberatung, versteht sich) 😉
Tausend Dank!!
Liebe Grüsse
Christian
Lieber Christian,
das sind sehr weitreichende Überlegungen, die sich im Umfang eines Kommentars leider nicht ausreichend beantworten lassen. Dazu wären zu viele Vereinfachungen notwendig, die falsch verstanden werden könnten.
Thematisch passen die Fragen perfekt zum Inhalt des FinanzFahrplans, da gehen wir genau solche Themen an. In Kürze starten wir schon wieder, du kannst du hier einen Platz sichern: https://www.finanzuni.ch/finanzfahrplan
Ansonsten verwende gerne den Blog, hier gibt es noch ein paar ausführlichere Inhalte zum Thema Währungen 🙂
Liebe Grüsse und bis bald,
Eric
Ein Wechselkurs-Risiko kann auch immer eine Wechselkurs-Chance sein. Die letzten 30 Jahre waren ungünstig für CHF-EUR, das bedeutet aber nicht automatisch dass es nur in diese Richtung und auf immer und ewig so weitergeht. Prognosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen. 😉 Aber trotzdem wichtig dass du auf diesen Umstand aufmerksam machst!
Was mich aktuell umtreibt an Finanz-Thema in der Schweiz, ist das immer häufiger erwähnte investieren in Geldmarkt-Fonds (oder -ETFs) als Alternative zum (meist schlechter verzinsten) Sparkonto. Wenn man immer den besten Zins möchte, muss man aktuell sehr häufig das Bankkonto wechseln. Da scheint ein Geldmarkt-Investment einfacher zu sein. Vielleicht kannst du dazu mal einen Artikel scheiben? Hat jemand Erfahrung damit? Gibt es einen Geldmarkt-ETF in CHF? Bisher habe ich nur Fonds gefunden, allerdings weiß ich nicht welcher da Sinn machen würde, welche Unterschiede dass es allenfalls gibt, etc. Spielt es eine Rolle ob CH- oder LU-ISIN? Vielfach sind die Fonds eben in Luxemburg aufgesetzt. Ich habe kürzlich eine Kauforder bei Swissquote eingegeben (ohne sie am Ende effektiv zu platzieren) für einen Geldmarkt-Fonds von Swisscanto mit CH-ISIN, das hätte lediglich 9CHF Gebühr gekostet. Wird bei Geldmarkt-Fonds also keine Stempelsteuer fällig? Sehr viele Fragezeichen…
Hallo Sebi, danke für deine Nachricht 🙂
Eine Wechselkurs-Chance ist theoretisch ebenso möglich, da hast du recht. Auch, dass Prognosen schwer bis unmöglich sind. Persönlich achte ich jedoch stark auf die Vergangenheit und frage mich, weshalb die nächsten 50 Jahre anders als die letzten 50 Jahre sein sollten. Weiterhin gibt es zahlreiche renommierte Ökonomen, die die weitere Stärkung des Franken begründen können. Eine Garantie ist das natürlich alles nie, persönlich traue ich dem Franken aber deutlich mehr als dem Euro oder Dollar zu. Das ist natürlich nur meine Meinung und keine Anlageempfehlung 🙂
Bezüglich Geldmarktfonds sollten immer auch die Risiken (und auch die steuerlichen Themen) berücksichtigt werden. Aktuell sind diese für meinen Geschmack noch zu unattraktiv gegenüber einem gut verzinsten Bankkonto. Gerne nehme ich das Thema aber auf, wenn diese attraktiver werden.
Super wertvoller Beitrag. Das Währungsrisiko ist definitiv im Auge zu behalten. Lieber in CHF notierte ETF investieren. Da verliert man vielleicht etwas an Performance, dafür spielt ein schwacher EUR oder USD keine grosse Rolle, zumindest optisch. Ich habe teilweise mehr als 25% verloren, nur wegen dem schwachen EUR.
Leider läuft die Weltwirtschaft in USD und viele Schweizer Firmen spüren die Schwäche der ausländischen Währungen in ihrer CHF Bilanz. Was ich mir in Zukunft sicher genauer anschaue, sind das Steuerdomizil der ETF. Manch ein gehypter ETF auf YouTube ist für Schweizer Investoren, die ihre Kosten in CHF zu berappen haben, ein schlechtes Geschäft.
Absolut richtig, Martin.
Wichtig zu wissen ist dabei auch, dass viele der börsennotierten Schweizer Firmen ihre Umsätze massgeblich im Ausland machen und so international dennoch (wenn auch indirekt) diversifiziert wird.
Danke für diesen Post. Beim Thema Steuern lohnt sich vielleicht auch noch auf den Steuerausweis von schweizer Brokern oder Banken hinzuweisen. Der ist eine grossartige Sache, der es so viel einfacher bei der Steuererklärung – gerade bei Dividenden – macht. Das muss man sich bei ausländischen Broker immer alles manuell zusammensuchen.
Absolut, vielen Dank für deine Ergänzung, Lars! 🙂
genau mit dieser Thematik setze ich micht derzeit auseinander. Habe bei Yuh den „Global Blue Chips“ und frage mich, ob es sinnvoller wäre, die CHF-Hedged-Variante zu besparen, auch wenn diese teurer ist. Aber bei der Hedged-Version ist die Kursperformance auch deutlich schlechter. Inputs? 🙂
Hedging ist noch einmal ein ganzes Thema für sich und hier spalten sich auch bei den Profis die Meinungen. Die Kosten für die Währungsabsicherung sind es nicht immer wert, manchmal aber schon.
Bei Obligationen sollte meiner Meinung nach vollständig auf ein Währungsrisiko verzichtet werden (immer in CHF) – keine Anlageberatung. Bei Aktien wird es schon komplexer und es lässt sich in der Kürze eines Kommentars keine vernünftige Gegenüberstellung machen. Gerne nehme ich das Thema für einen künftigen Beitrag auf 🙂
International tätige Firmen sind in verschiedenen Währungen unterwegs. Da hast du schon einen Hedge. Weltweit diversifizierte ETF in CHF leiden auch unter einem schwachen Dollar. Ich investiere in ETF‘s in CHF und USD, massgebend ist für mich die TER. Ich glaube eher nicht, dass sich die Kosten fürs Hedging langfristig lohnen. Festverzinsliche Anlagen kommen bei mir nur in CHF ins Depot.