Wie funktioniert das Steuersystem in der Schweiz?
Das Steuersystem der Schweiz ist komplex und unterscheidet sich vom Steuersystem seiner Nachbarländer Deutschland oder auch Frankreich. Der Föderalismus (Organisation des Landes in verschiedene Kantone) greift auch in das Steuersystem ein: So erhebt nicht nur der Bund Steuern, sondern auch die Kantone und Gemeinden.
Der Bund darf nur begrenzt Steuern erheben: Nur da, wo es die Bundesverfassung erlaubt (z.B. die Bundessteuer auf dein steuerbares Einkommen).
Die Kantone hingegen haben beim Thema Steuern mehr Freiheiten. Jeder Kanton hat sein eigenes Steuergesetz, was das System so kompliziert macht. Vermögen, Einkommen & Co. werden von Kanton zu Kanton unterschiedlich behandelt. Achte immer darauf, dass die Informationen genau deinen Kanton betreffen, wenn du dich mit dem Thema Steuern auseinandersetzt!
Die zu zahlenden Steuern werden jährlich über deine Steuererklärung bestimmt. Im Gegensatz zu beispielsweise Deutschland wird die Einkommenssteuer nicht direkt vom Gehalt einbehalten. Du zahlst nachträglich, nach Abgabe deiner Steuererklärung, deine fälligen Steuern.
Du musst allerdings nicht den Bund, Kanton und Gemeinde separat zahlen, sondern zahlst einmal gesammelt an den Kanton, welcher die Steuern dann an Bund und Gemeinde weitergibt.
Wie viel darf ich im Kanton St.Gallen als pensioniert verdienen mit Nebenerwerb steuerfrei und Ergänzungsleistung pro Jahr
Um die Sache noch etwas verwirrender zu machen: Die Verrechnungssteuer auf Dividenden ist auch teilweise als Quellensteuer deklariert. Das ist natürlich nicht die Quellensteuer, die Personen mit Niederlassungsbewilligungen zahlen. Die Quellensteuer auf Dividenden variiert nach Herkunftsland. Für meine US-Werte werden 30% Quellensteuer von jeder Dividendenzahlung direkt bei Swissquote einbehalten. Die werden dann unter Verrechnungssteuer wieder in der Steuererklärung deklariert.