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Lieber Eric
Der UBS ETF (CH) SPI (CHF) A-dis hat neu eine TER von 0.09% und nicht 0.15%
Danke für den Hinweis, ist angepasst und die neue SPI thesaurierer Variante auch eingefügt
Lieber Eric
Vielen Dank für deine super spannenden Beiträge!
Hab noch eine Frage zum Thema Schweizer ETFs und Sondervermögen. Die meisten von unseren ETFs haben kein Ucits Label drinn und gehören laut EU Norm nicht zum Sondervermögen. Wie weiss ich dann, dass ein ETF vom SPI oder SMI trotzdem sicher ist und wo kann man das nachschauen?
Liebe Grüße Nicole
Liebe Nicole
Danke für dein Lob und die super Frage! Kurze Entwarnung: Auch Schweizer ETFs ohne UCITS-Label sind Sondervermögen und damit geschützt. UCITS ist ein EU-Regelwerk, das in der Schweiz schlicht nicht gilt. Stattdessen greift hier das Kollektivanlagengesetz (KAG), das den Anlegerschutz gleichwertig regelt. Das Fondsvermögen wird dabei von einer unabhängigen Depotbank separat verwahrt und erscheint nicht in der Bilanz der Fondsleitung. Konkret bedeutet das: Geht der ETF-Anbieter pleite, wird dein Vermögen zugunsten der Anleger rechtlich abgesondert – du bekommst dein Geld zurück.
Wenn du das für einen bestimmten ETF nachprüfen willst, schau ins Factsheet oder den Fondsprospekt. Dort findest du die Rechtsform (z.B. «Vertraglicher Anlagefonds schweizerischen Rechts») und den Namen der Depotbank. Zusätzlich kannst du auf der Website der FINMA (finma.ch) prüfen, ob der Fonds reguliert und zugelassen ist. Und grundsätzlich gilt: Wenn ein ETF an der SIX Swiss Exchange kotiert ist, unterliegt er der Schweizer Regulierung und FINMA-Aufsicht.
Also keine Sorge – SPI- und SMI-ETFs von Anbietern wie UBS, iShares oder Swisscanto sind genauso sicher wie UCITS-Produkte, einfach nach Schweizer statt nach EU-Recht. 🇨🇭
Liebe Grüsse
Eric
Spannend bleibt ja, ob der Schweizer Aktienmarkt im Vergleich auch die nächsten Jahre besser laufen wird. Grundsätzlich hat ein ETF auf den MSCI World über die letzten Jahre (>5) hinweg besser performt. Jedoch liefen insbesondere 2025 ETF auf den Schweizer Markt deutlich besser. Wenn, dann wäre es eine kurzfristige Beimischung. Ich sehe das eher als Wette auf den Schweizer Markt und Spekulation auf weitere Abwertung des US Dollar.
Hi Eric! Danke für den Beitrag. Weisst du, wieso die SMIs vorwiegend ausschüttend sind und selten thesaurierend? Siehst du hierin Vor- oder Nachteile?
Hi Dani,
Die meisten SMI-ETFs sind ausschüttend, weil viele Schweizer Anleger – vor allem institutionelle oder vermögende – Wert auf laufende Ausschüttungen legen.
Ein Vorteil: Du bekommst direkt Cashflow.
Ein Nachteil: Bei privater Anlage ausserhalb von Vorsorge musst du die Dividenden jährlich versteuern, auch wenn du sie reinvestierst.
Thesaurierende ETFs wären langfristig oft steuerlich effizienter – sind aber im CH-Kontext rar.
Hallo Zusammen,
Finde den Beitrag spannend, vielen Dank dafür.
Wie macht sich die steuerliche Vergünstigung der Schweizer ETFs gegenüber den ausländischen bemerkbar?
Einfach weniger eidgen. Stempelsteuer, oder merkt man die Vergünstigung erst nach der Steuererklärung?
Danke für dein Feedback! 🙂
Das Thema Steuern ist nicht ganz trivial. Aber vereinfacht gesagt lässt sich in Bezug auf Dividenden zusammenfassen: Bei einem in der Schweiz domizilierten ETF lassen sich (über ein paar Umwege) alle Verrechnungssteuern zurückfordern.
Bei einem ausländisch domizilierten ETF hängt es vom jeweiligen Land ab. Ein typischer MSCI World mit Domizil Irland (wo ein Steuerabkommen zwischen USA und Irland greift) verliert in der Regel 15% Quellensteuer an die USA auf dem Weg zu dir. Teilweise kann man diese ebenfalls einfordern, jedoch wird es hier in der Regel recht aufwändig weshalb sich der Aufwand für die meisten Anleger nicht lohnt.
Es gibt immer noch X Ausnahmefälle und Unterscheidungen – ich hoffe diese knappe Zusammenfassung war korrekt. Falls jemand einen Fehler sieht, bitte anmerken 🙂