13. Monatslohn berechnen: Rechner für die Schweiz

Der 13. Monatslohn ist ein zusätzlicher Monatslohn pro Jahr. Du berechnest ihn so: Summe deiner Monatslöhne im Jahr geteilt durch 12. Bei CHF 6’500 Monatslohn sind das CHF 6’500 brutto.

Mit dem 13. Monatslohn Rechner siehst du brutto, netto und den Anteil bei Eintritt oder Kündigung. Er rechnet mit Monatslohn, Jahreslohn oder Stundenlohn und zeigt dir die Abzüge wie auf der Lohnabrechnung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Formel: 13. Monatslohn = Summe der Monatslöhne im Jahr ÷ 12.
  • Nicht obligatorisch: Einen Anspruch hast du nur, wenn er im Arbeitsvertrag, im Reglement oder im GAV steht.
  • Anteilig: Wer im Laufe des Jahres eintritt oder kündigt, bekommt ihn pro rata, zum Beispiel 7/12.
  • Stundenlohn: Der Anteil beträgt 8.33 % des Stundenlohns.
  • Abzüge: AHV/IV/EO, ALV und NBU wie beim normalen Lohn. Die Pensionskasse fehlt oft, weil sie in zwölf Raten abgezogen wird.

13. Monatslohn Schweiz

Der 13. Monatslohn ist in der Schweiz weit verbreitet. Viele glauben deshalb, er sei gesetzlich vorgeschrieben. Das stimmt nicht. Er ist ein normaler Teil deines Lohns, der einfach anders ausbezahlt wird: Statt zwölf Löhnen bekommst du dreizehn.

Ist der 13. Monatslohn obligatorisch?

Nein. Einen Anspruch hast du, wenn der 13. Monatslohn im Arbeitsvertrag, im Personalreglement oder im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) vereinbart ist. In vielen Branchen schreibt der GAV ihn vor, etwa im Gastgewerbe oder im Bau. Zahlt dein Arbeitgeber ihn über Jahre regelmässig und ohne Vorbehalt aus, kann auch daraus ein Anspruch entstehen.

Ob dein Jahreslohn in 12, 13 oder sogar 14 Teilen kommt, ändert am Total nichts. Ein Jahreslohn von CHF 91’000 sind entweder 12 × CHF 7’583 oder 13 × CHF 7’000. Vergleichst du zwei Stellenangebote, rechne deshalb immer mit dem Jahreslohn und nicht mit dem Monatslohn.

13. Monatslohn oder Gratifikation?

Der 13. Monatslohn ist fest vereinbarter Lohn. Eine Gratifikation dagegen ist eine Sondervergütung nach Artikel 322d OR, deren Höhe oder Auszahlung im Ermessen des Arbeitgebers liegen kann. Der Unterschied ist wichtig: Eine Gratifikation darf an Bedingungen geknüpft werden, zum Beispiel an ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis. Beim 13. Monatslohn geht das nicht.

Umgangssprachlich heisst der 13. auch Weihnachtsgeld, weil er oft im Dezember kommt. In Deutschland ist Weihnachtsgeld dagegen meist eine freiwillige Sonderzahlung, also eher eine Gratifikation.

Tipp: Steht im Vertrag «13. Monatslohn», ist er geschuldet. Steht dort «Gratifikation» oder «Bonus», lies die Bedingungen genau.

Wie kann man den 13. Monatslohn berechnen?

Den dreizehnten Monatslohn berechnest du mit einer einfachen Bruchrechnung. Du nimmst alle Monatslöhne, die du im Kalenderjahr verdient hast, und teilst sie durch 12. Ob du es 13. Monatslohn, 13. Lohn, 13. Gehalt oder 13. Monatsgehalt nennst, du kannst es immer gleich ausrechnen.

13. Monatslohn = 1/12 des Jahreslohns

13. Monatslohn = Jahreslohn ohne 13. ÷ 12 = Monatslohn × Monate ÷ 12

Arbeitest du das ganze Jahr zum gleichen Lohn, entspricht der 13. genau einem Monatslohn. Kennst du nur deinen Jahreslohn inklusive 13., teilst du ihn durch 13 und bekommst deinen Monatslohn.

SituationRechnung13. Monatslohn
Ganzes Jahr, CHF 6’500 pro Monat6’500 × 12 ÷ 12CHF 6’500
Eintritt am 1. Juni, CHF 6’5006’500 × 7 ÷ 12rund CHF 3’792
Kündigung per Ende September, CHF 7’2007’200 × 9 ÷ 12CHF 5’400
Jahreslohn CHF 91’000 inkl. 13.91’000 ÷ 13CHF 7’000

Lohnbestandteile wie Ferienlohn oder Lohnfortzahlung bei Krankheit zählen mit. Überstunden, Kinderzulagen, Spesen, Provisionen und Boni zählen meist nicht dazu, ausser der Vertrag sagt etwas anderes.

13. Monatslohn anteilig berechnen

Hast du nicht das ganze Jahr gearbeitet, bekommst du den 13. pro rata, also anteilig. Gerechnet wird mit den Monaten, in denen du angestellt warst. Viele Arbeitgeber rechnen sogar auf den Tag genau. Beginnst du am 1. Juni, hast du Anspruch auf 7/12 des 13. Monatslohns. Bei Teilzeit gilt dasselbe, der 13. entspricht dann deinem Teilzeitlohn. Ändert sich dein Pensum im Jahr, zählst du einfach die tatsächlich verdienten Monatslöhne zusammen und teilst durch 12.

13. Monatslohn bei Stundenlohn

Im Stundenlohn ist der 13. Monatslohn meist als Zuschlag von 8.33 % enthalten, weil 1/12 genau 8.33 % entspricht. Bei einem Stundenlohn von CHF 30 sind das CHF 2.50 pro Stunde. Steht im Vertrag «inklusive 13. Monatslohn», steckt der Anteil schon im Stundenlohn: Er beträgt dann 1/13 des Stundenlohns. Prüf auf deiner Lohnabrechnung, ob der Zuschlag separat ausgewiesen ist.

Abzüge beim 13. Monatslohn

Vom 13. Monatslohn gehen dieselben Sozialabzüge weg wie von jedem anderen Lohn:

AbzugArbeitnehmeranteilAuf CHF 6’500
AHV/IV/EO5.3 %CHF 344.50
ALV1.1 % bis CHF 148’200 JahreslohnCHF 71.50
NBU (Nichtberufsunfall)je nach Arbeitgeber, z.B. 1.4 %CHF 91.00
Nettorund CHF 5’993

Dazu kommen je nach Arbeitgeber die Krankentaggeldversicherung (KTG) und bei der Quellensteuer die Steuer. Die meisten Fragen in den Kommentaren drehen sich um zwei Punkte:

  • Warum fehlt die Pensionskasse? Der BVG-Beitrag wird auf dem Jahreslohn berechnet und meist in zwölf gleichen Raten mit den Monatslöhnen abgezogen. Auf der Abrechnung des 13. steht er deshalb oft nicht. Je nach Reglement wird er aber auch dort abgezogen.
  • Warum ist der Abzug höher? Bei der Quellensteuer zählt der 13. zum Lohn des Auszahlungsmonats. Dieser Monat fällt in einen höheren Tarif, der Steuerabzug steigt. Zu viel bezahlte Steuer kannst du je nach Situation über eine Korrektur oder die nachträgliche ordentliche Veranlagung zurückholen.

Steuern: Der 13. ist normales Einkommen. Er steht im Lohnausweis zusammen mit dem übrigen Lohn unter Ziffer 1 und wird mit der Steuererklärung besteuert, ausser du zahlst Quellensteuer.

Wie sich dein ganzer Lohn von brutto zu netto zusammensetzt, zeigt dir der Brutto-Netto-Rechner. Die einzelnen Posten erklären wir in der Lohnabrechnung.

Wann wird der 13. Monatslohn ausbezahlt?

Ausgezahlt wird er meistens im November oder Dezember, zusammen mit dem normalen Lohn. Das Gesetz schreibt keinen Zeitpunkt vor, entscheidend ist dein Vertrag. Üblich sind drei Varianten:

  • Einmal im Jahr im November oder Dezember.
  • Zweimal im Jahr, je die Hälfte im Juni und im Dezember.
  • Monatlich als 1/12 zusammen mit jedem Lohn. Dann merkst du am Jahresende nichts mehr davon.

Verlässt du die Firma vorher, wird dein Anteil mit dem letzten Lohn fällig und nicht erst im Dezember.

13. Monatslohn bei Kurzarbeit oder Krankheit

13. monatslohn stundenlohn und 13 monatslohn bei kurzarbeit in schweiz
13. Monatslohn berechnen: Rechner für die Schweiz 2

13. Monatslohn bei Krankheit: Da der 13. ein Teil des Jahreslohns ist, darf er nur gekürzt werden, wenn auch der Lohn wegfällt. Solange dein Arbeitgeber den Lohn fortzahlt oder eine Krankentaggeldversicherung zahlt, läuft dein Anspruch weiter. Viele Taggelder enthalten den Anteil am 13. bereits. Bist du länger krank und gibt es keine Lohnfortzahlung mehr, kann der 13. für diese Zeit anteilig gekürzt werden.

13. Monatslohn bei Kurzarbeit: Die Arbeitslosenversicherung zahlt 80 % des Verdienstausfalls. Der Anteil am 13. Monatslohn ist in dieser Berechnung enthalten. Die spätere Auszahlung des 13. kann deshalb tiefer ausfallen als ein voller Monatslohn. Wie dein Arbeitgeber rechnet, steht im Vertrag oder im GAV.

13. Monatslohn bei Kündigung

Wird dein Arbeitsverhältnis beendet, steht dir der 13. Monatslohn anteilsmässig zu, egal wer kündigt und aus welchem Grund. Das gilt auch bei einer fristlosen Kündigung oder in der Probezeit. Fällig ist er mit dem letzten Lohn.

Beispiel: Du verdienst CHF 7’200 im Monat und kündigst per Ende September. Dein Anteil beträgt 7’200 × 9 ÷ 12 = CHF 5’400 brutto. Im Rechner oben stellst du dafür «bis und mit September» ein.

Eine Klausel «13. Monatslohn nur bei ungekündigtem Arbeitsverhältnis» ist beim echten 13. Monatslohn unwirksam. Sie gilt nur bei einer Gratifikation.

Wofür den 13. Monatslohn nutzen?

Der 13. fühlt sich an wie ein Geschenk, ist aber Lohn, den dein Arbeitgeber das ganze Jahr zurückbehalten hat. Wer ihn im Dezember spontan ausgibt, merkt das oft erst im Januar. Gib ihm deshalb vorher einen Plan:

  • Notgroschen auffüllen: Drei bis sechs Monatsausgaben auf dem Sparkonto. Wie viel du brauchst, zeigt der Notgroschen-Rechner.
  • Säule 3a einzahlen: Hast du den Maximalbetrag für dieses Jahr noch nicht erreicht, sparst du Steuern. Die günstigsten Anbieter findest du im Säule 3a Vergleich.
  • Investieren: Mit einem ETF-Sparplan legst du Geld langfristig an. Einen passenden Anbieter findest du im Online Broker Vergleich, Grundlagen in Geld investieren in der Schweiz.

Fazit

Wenn du einen dreizehnten Monatslohn in deinem Arbeitsvertrag vereinbart hast, steht er dir zu, anteilig auch bei Eintritt oder Kündigung im Laufe des Jahres. Er beträgt 1/12 deiner Monatslöhne im Jahr, beim Stundenlohn 8.33 %. Abgezogen werden dieselben Sozialversicherungen wie beim normalen Lohn. Der 13. Lohn ist kein Bonus, sondern ein fester Bestandteil deines Jahreslohns und schlicht eine andere Form der Auszahlung.

FAQ

Wie verwende ich den 13 Monatslohn Rechner?

Wähle, ob du einen Monatslohn, Jahreslohn oder Stundenlohn hast, und gib den Bruttobetrag ein. Mit «Angestellt ab» und «bis und mit» rechnest du den Anteil bei Eintritt oder Kündigung. Der Rechner zeigt dir den 13. brutto, netto und die Abzüge.

Welche Abzüge 13. Monatslohn?

Es werden dieselben Abzüge wie beim normalen Monatslohn fällig: AHV/IV/EO, ALV, Nichtberufsunfall und je nach Arbeitgeber Krankentaggeld. Die Pensionskasse wird oft nicht auf dem 13., sondern in zwölf Raten mit den Monatslöhnen abgezogen.

Ist der 13. Monatslohn obligatorisch?

Nein. Er ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Einen Anspruch hast du nur, wenn er im Arbeitsvertrag, im Reglement oder im Gesamtarbeitsvertrag vereinbart ist.

Wie viel ist der 13. Monatslohn?

Bei gleichem Lohn über das ganze Jahr genau ein Monatslohn. Allgemein: Summe deiner Monatslöhne im Jahr geteilt durch 12.

Wann kommt der 13. Monatslohn?

Meist im November oder Dezember. Manche Arbeitgeber zahlen je die Hälfte im Juni und Dezember oder verteilen ihn auf alle zwölf Löhne. Bei einem Austritt wird er mit dem letzten Lohn fällig.

Bekomme ich den 13. Monatslohn bei Kündigung?

Ja, anteilig für die Monate, in denen du angestellt warst. Bei Kündigung per Ende September sind das 9/12. Das gilt unabhängig davon, wer kündigt.

Warum ist der 13. Monatslohn netto weniger?

Neben AHV, ALV und NBU fällt bei der Quellensteuer ein höherer Satz an, weil der 13. zum Lohn des Auszahlungsmonats zählt. Bei der ordentlichen Besteuerung zahlst du die Steuer dagegen erst mit der Steuererklärung.

Gibt es den 13. Monatslohn auch beim Stundenlohn?

Ja, meist als Zuschlag von 8.33 % auf den Stundenlohn. Steht im Vertrag, dass er im Stundenlohn enthalten ist, macht der Anteil 1/13 deines Stundenlohns aus.