Vorteile und Nachteile von Interactive Brokers (Schweiz)
Vorteile:
- Extrem tiefe Handelsgebühren (ab CHF 1.50 pro Trade auf der SIX, ab $0.35 in den USA)
- Keine Depotgebühren
- Währungswechsel interbank-nah – um ein Vielfaches günstiger als bei den meisten Schweizer Brokern
- Zugang zu über 170 Märkten weltweit, inklusive US-ETFs (VT, VOO)
- Fractional Shares (Bruchstücke kaufbar)
Nachteile:
- Kein Schweizer Steuerauszug – Steuererklärung deutlich aufwändiger
- Nicht FINMA-reguliert, komplexe Regulierungsstruktur (FCA + SEC)
- Plattform auf Englisch, Bedienung komplex
- Im Todesfall aufwändiger Prozess für Erben (IRS-Formulare, englische Dokumente)
- Deutschsprachiger Support eingeschränkt
- Kein Schweizer Gerichtsstand (London)
I have extensive experience with both Swissquote and IBKR, having used them for many years. The only advantage I see with Swissquote is access to Swiss-regulated mutual funds (those with an ISIN starting with «CH»). IBKR does not currently offer these. However, this might be for the best, as the performance of these assets is generally lackluster, even when factoring in CHF appreciation.
Otherwise, IBKR is far superior on all fronts, including support. Swissquote’s customer service is a joke, especially considering the exorbitant amounts they charge in commissions, spreads, and custody fees. They have let me down on numerous occasions. I’ve even experienced opaque pricing where they retroactively charged huge fees, giving investors no way to foresee those costs beforehand. Ironically, their defense against complaints about poor service is, «But we are cheaper than others!»—presumably referring to UBS and similar traditional banks.
As for their trading platform, it belongs in the Stone Age. It has hardly changed in the past 15 years; apparently, they thought it was already perfect!
My conclusion is that Swiss brokers simply aren’t worth the cost. The potential inheritance issues with IBKR are a valid concern, but I reckon those barriers are manageable. When millions are on the line, professional advice can easily be hired if necessary. The money saved from just one year of avoiding Swissquote’s fees will easily pay for it. If you doubt this, just try exchanging 100K CHF into USD on both platforms and see the difference for yourself! 🙂
P.S. I am definitely not a day trader and keep most assets in just a few mutual funds.
Endlich sagt es mal jemand!
Die ganzen Rappenspalter da draussen freuen sich einen ab, wie billig IBKR und Co sind. Und wie viele Cents sie damit sparen und Minuten früher in Frührente gehen können. NUR, dass Gelder in den USA sind (aktuell mehr als deutlich, wie riskant das ist) und wie hoch der Aufwand ist, wird in anderen Testberichten unterschlagen.
Ich wollte selbst einmal Kunde werden und habe dann im Onboarding das Handtuch geworfen. All die Daten in die USA? Und dann noch der fix schon im Onboarding eingebaute Pitch für «passives Einkommen» (Wertpapierleihe) und Upsells für Marktdaten (gibts bei CH-Brokern meist inkludiert) … was mich wunderte: Bei den Themen herrscht dann aber plötzlich nur noch wenig Transparenz, was die Daten kosten und welche Risiken (Wertpapierleihe) das bedeutet. Der Kunde soll einfach schnell live sein und am besten Geld einzahlen, noch bevor das Konto eröffnet ist. Wird das Konto nicht akzeptiert, dann Gute Nacht!
Mein Grossvater meinte schon: Wer billig kauf, kauft doppelt. Wer CHF 30 pro Stunde verdient, sollte sich wohl doch fragen, warum eine Kostenersparnis von bspw CHF 100 pro Jahr all die Stunden für die Steuern, die komplexe Plattformbedienung UND noch zusätzliche Risiken (USA) wert sind.
Manchmal glaube ich, dass viele beim Thema Gebührensparen den Blick fürs grosse Ganze verlieren. Aber jedem das seine. Kommentar Ende 🙂 Danke für diine Zeit, die in diesen Bericht geflossen ist.