Was ist eine Leibrente?
Eine Leibrente ist kein Investment. Es ist eine Versicherung. Genauer: eine Versicherung gegen Langlebigkeit.
Dieser Perspektivenwechsel ist entscheidend. Denn wer eine Leibrente als Anlage betrachtet, wird von der Rendite enttäuscht sein. Wer sie als Versicherung versteht, kann ihren Nutzen besser einordnen.
Das Prinzip ist simpel: Du zahlst einer Versicherung einen einmaligen Kapitalbetrag. Im Gegenzug erhältst du eine lebenslange Rente, egal wie alt du wirst.
Das Kapital dafür stammt typischerweise aus:
- dem Pensionskassenguthaben (nach dem Kapitalbezug)
- aus Freizügigkeitskonten
- oder aus freiem Vermögen
Wichtig zu verstehen: Die Rentenzahlung besteht aus zwei Teilen:
- Garantierte Leistungen, die vertraglich zugesichert sind
- Nicht garantierte Überschüsse, die vom wirtschaftlichen Erfolg der Versicherung abhängen und schwanken können
Ein wesentlicher Teil deiner Rente ist wirtschaftlich die Rückzahlung deines eigenen Kapitals.
Eine häufige Verwechslung: Die Leibrente ist nicht dasselbe wie die PK-Rente. Die PK-Rente erhältst du direkt von deiner Pensionskasse, basierend auf dem Umwandlungssatz. Eine Leibrente ist ein separates Versicherungsprodukt, das du nach einem Kapitalbezug bei einer Versicherungsgesellschaft abschliesst.