Finanzielle Freiheit Rechner Schweiz

Was ist finanzielle Freiheit? Wie hoch sollte dein passives Einkommen sein, um sie zu erreichen und vor allem: Wann erreichst du sie endlich? Unser Finanzielle Freiheit Rechner Schweiz gibt dir Antworten auf deine Fragen.

Finanzielle Unabhängigkeit wird immer mehr Menschen ein wichtiges Anliegen. Dieses zu erreichen, ist mit einer klaren Investment Strategie und Disziplin gut möglich.

In diesem Beitrag kannst du deine persönlichen Kennzahlen mit dem FIRE Rechner berechnen und erfährst anschliessend wie du vorgehen kannst, um dein Ziel zu erreichen.

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10 Beispielrechnungen: Finanzielle Freiheit in der Schweiz

Zehn typische Ausgangslagen, alle mit ordentlicher Pensionierung mit 65 und einer Rente aus AHV und Pensionskasse von zusammen CHF 4'500 pro Monat. Annahmen: 5.5% Rendite in der Ansparphase, 4% in der Entnahmephase, 1.2% Schweizer Inflation, Lebenserwartung 90. Die Rente wächst mit halber Inflationsrate (realistischer Median für AHV und Pensionskasse zusammen).

Ausgangslage Ausgaben/Mt Depot heute Sparrate total Zielvermögen mit 65
25, Standard-AusgabenCHF 4'500CHF 10'000CHF 400CHF 94k
25, gut verdienendCHF 6'000CHF 10'000CHF 500CHF 612k
30, Standard-AusgabenCHF 5'000CHF 30'000CHF 500CHF 251k
30, gut verdienendCHF 7'000CHF 50'000CHF 590CHF 902k
35, Standard-AusgabenCHF 5'500CHF 80'000CHF 500CHF 390k
35, gut verdienendCHF 7'500CHF 150'000CHF 590CHF 1.00 Mio.
40, Standard-AusgabenCHF 6'000CHF 150'000CHF 590CHF 512k
40, gut verdienendCHF 8'000CHF 250'000CHF 590CHF 1.09 Mio.
45, Standard-AusgabenCHF 6'500CHF 250'000CHF 590CHF 618k
50, Standard-AusgabenCHF 7'000CHF 400'000CHF 590CHF 711k

Die Sparrate deckt bei vielen Konstellationen nur die Säule-3a-Einzahlung, weil das bestehende Depot plus AHV- und PK-Sockel den Rest tragen. Das ist der Schweizer Vorteil gegenüber klassischen FIRE-Rechnern.

Inhaltsverzeichnis

Erkenntnisse

  • Für die Finanzielle Freiheit entscheidet: Einnahmen – Ausgaben
  • Ohne Investments wird das Vorhaben Finanzielle Freiheit für viele unerreichbar
  • Mit der Aktienstrategie kannst du dein Ziel vermutlich am schnellsten erreichen
  • Ohne klare Anlage-Strategie wird dein Vorhaben wohl leider scheitern

Finanzielle Freiheit Definition

Es gibt verschiedenste Beschreibungen, doch unsere Finanzielle Freiheit Definition sieht wie folgt aus: Wenn deine passiven Einkommensströme deine Lebenskosten decken, bist du finanziell frei.

Dabei kommt es sehr darauf an, wie hoch deine persönlichen Ausgaben und Einnahmen sind. Passives Einkommen ist Einkommen, für welches du nicht mehr aktiv deine Zeit eintauschen musst. Dividenden, Mieteinnahmen, oder etwa ein vollautomatisiertes Online-Business wären Beispiele für Quellen deines Passiven Einkommens

Du lebst als digitaler Nomade kostengünstig in Asien oder Südamerika und profitierst so von tiefen Lebenshaltungskosten? (Man nennt dies auch Geo-Arbitrage). Dann reichen dir ggfs. Schon CHF 1‘000 pro Monat an passivem Einkommen, um finanziell frei zu sein. Schon ein mittleres Aktiendepot kann dir diese Summe an Dividenden generieren und dich finanziell frei machen.

Wenn du aber in Zürich in einer 5 Zimmer Wohnung mit Seeblick wohnst und für deine Familie finanziell verantwortlich bist, wirst du für deine finanzielle Freiheit „etwas“ mehr Vorarbeit leisten müssen.

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In der Einleitung hatten wir den Begriff FIRE erwähnt. FIRE stammt aus dem englischen und ist die Abkürzung für Financial Independence, Retire Early. Zu deutsch also etwa: Finanzielle Unabhängigkeit und Frührente. Die FIRE Bewegung hat einige Anhänger, welche sich ihrem Ziel auf verschiedenste Art annähern. Viele Anhänger der FIRE -Bewegung sparen extrem und gönnen sich teils nur das Notwendigste, um das Ziel der finanziellen Freiheit zu erreichen.

Finanzielle Freiheit erreichen kannst du auf verschiedenste Art und Weisen. Keine Angst, du musst deswegen nicht asketisch leben und dir jeden Luxus vergönnen. Wie das geht, wollen wir nun betrachten.

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4% Entnahmeregel

Eine Regel für eine „gesunde“ Entnahme liegt bei 4%. Wenn du beispielsweise CHF 1‘000‘000 angespart und investiert hast, kannst du demnach jährlich 4% bzw. CHF 40‘000 aus dem Portfolio entnehmen, ohne es langfristig zu schmälern.

Diese Entnahmeregel gilt vor allem für Aktiendepots. Hintergrund für die 4% stellt ein angenommenes jährliches Wachstum für die Aktien, welches bei 4% und grösser liegt. Eine Entnahme von 4% lässt dein Portfolio mit dieser Vorgehensweise nicht schrumpfen und stellt somit quasi einen dauerhaften Einkommensstrom dar.

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Die 4%-Regel und die Schweizer Realität

Die 4%-Regel stammt aus den USA – entwickelt 1994 von William Bengen, später durch die Trinity-Studie populär gemacht. Sie wurde anhand historischer US-Aktien und US-Renten gerechnet. Für Schweizer Anleger passt sie deshalb nicht eins zu eins.

Drei Punkte, die fast immer vergessen werden:

1. AHV und Pensionskasse kommen dazu. Bei ordentlicher Pensionierung decken AHV + PK bei vielen Schweizern einen grossen Teil der Lebenshaltung. Das Depot muss nur die Lücke schliessen – nicht alles.

Ein Beispiel: Wer CHF 7’000 pro Monat benötigt und aus AHV + PK rund CHF 4’500 erhält, braucht aus dem Depot noch CHF 30’000 pro Jahr. Bei einem Depot von CHF 1 Million entspricht das einer Entnahmerate von 3% – tiefer als die klassische 4%-Regel.

2. Bei Frühpensionierung gilt oft weniger. Wer mit 45 oder 55 aufhört, hat keinen AHV- und PK-Sockel über Jahrzehnte hinweg – und baut durch ausbleibende Beitragsjahre zusätzlich Lücken auf. Hier gilt eher 3.5% als sichere Entnahmerate.

3. Die Regel bezieht sich auf 30 Jahre. Die Originalstudie simulierte genau diesen Zeitraum – nicht «für immer». Bei längeren Entnahmephasen wird die Rate entsprechend tiefer.

Die 4%-Regel bleibt ein nützlicher Orientierungspunkt. Sie beantwortet die Frage «wie viel trägt mein Depot?» – aber nicht «wie viel brauche ich effektiv?». Das sind zwei verschiedene Grössen. Die 4% gilt für das Depot, nicht für dein Gesamteinkommen.

Der Rechner oben nutzt nicht die pauschale 4%-Regel, sondern rechnet Jahr für Jahr durch – mit deiner gewählten Rendite, echter Inflation und dem Schweizer AHV+PK-Sockel ab 65. Für Frührente vor 65 legen wir zusätzlich einen Sicherheitspuffer von 3 Jahresausgaben obendrauf, damit ein Crash kurz vor Rentenbeginn den Plan nicht kippt.

Finanzielle Freiheit Aktienstrategie

Wenn du die finanzielle Freiheit Aktienstrategie wählst, musst du nicht unbedingt auf Dividendenaktien setzen. Genau genommen ist das Gegenteil für den Vermögensaufbau sinnvoll, wie in diesem Beitrag genauer betrachtet wird.

Dividenden werden bei der Ausschüttung besteuert, was dich in der „Aufbauphase“ deines Portfolios ausbremst. Schneller am Ziel bist du daher, wenn du bspw. auf ETF`s setzt welche nicht ausschütten, bis du deine notwendige Portfolio-Grösse erreicht hast. Erst wenn du das Geld dann benötigst und von deinen Investments leben möchtest, solltest du über Ausschüttungen nachdenken.

Eine solche Strategie kannst du auch mit einem Roboadvisor umsetzen. Monatlich einzahlen und ab Tag X deiner Frührente, monatlich den von dir benötigten Betrag entnehmen. Du brauchst also nicht zwingend ein Portfolio aus Dividendentiteln. Vielmehr kannst du bei einem Roboadvisor ohne Aufwand einen Entnahmeplan machen, da dieser anschliessend ein Rebalancing für dich vornehmen wird.

Finanzielle Unabhängigkeit berechnen und umsetzen

Wenn du deine finanzielle Unabhängigkeit berechnen und umsetzen möchtest, eignet sich der obige Rechner in Kombination mit einer Investment Strategie. Nur mit einer Anlagestrategie wirst du langfristig deine finanziellen Ziele effektiv erreichen können.

Einnahmen sind dabei nur eine Seite der Medaille. Wir beginnen nun nicht über Frugalismus zu sprechen, doch lass uns kurz die Ausgabenseite betrachten. Wenn du in der Aufbauphase deines Portfolios unnötige Ausgaben kürzen kannst, beschleunigst du deine Finanzielle Unabhängigkeit ungemein. Denn die neu verfügbaren Mittel kannst du investieren und dank Zinses-Zins für dich fleissig arbeiten lassen.

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Finanzielle Freiheit mit 50

Sagen wir, du benötigst CHF 4’000 pro Monat für ein finanziell unabhängiges Leben. Das sind CHF 48’000 pro Jahr. Nach der klassischen 4%-Regel (US-Modell ohne Rente) müsste dein Portfolio CHF 1.2 Millionen gross sein. Für die Schweiz sieht es meist günstiger aus: AHV und Pensionskasse decken ab 65 einen grossen Teil deiner Ausgaben. Bei ordentlicher Pensionierung mit 65 und einer Rente von rund CHF 4’500 pro Monat sinkt der Depot-Bedarf deutlich – oft brauchst du nur noch zwischen CHF 100’000 und CHF 700’000.

Wer aber bereits mit 50 aufhören will, muss die 15 Jahre bis zur Rente voll aus dem Depot finanzieren. Hier bleiben die 1.2 Mio ein realistischer Richtwert.

Unser ETF Sparplan Rechner zeigt dies nochmals separat, lass dich also nicht abschrecken.

Fazit zum Finanzielle Freiheit Rechner

Durch die FIRE Bewegung gerät der Begriff finanzielle Freiheit immer wieder in ein falsches Licht. Wer finanziell unabhängig sein möchte, muss sich nicht von Reis und Bohnen ernähren, bis das Ziel erreicht ist.

Finanzielle Freiheit kann ein befreiendes Lebensziel sein, welches dir eine ungewohnte mentale Freiheit und Sicherheit verleiht. Warum? Wenn du nicht mehr von einem Job oder anderen finanziellen Unsicherheiten abhängig bist, kannst du jederzeit deinen wahren Interessen nachgehen und freiere Entscheidungen treffen.

Wer spart, kann seinen Weg zur finanziellen Freiheit verkürzen. Massgeblich entscheidend ist aber auch die Einnahmen-Seite. Du kannst dein Geld gewinnbringend investieren und dank langem Anlagehorizont Aktienmärkte oder etwa Immobilien für dich nutzen. Auch steuerliche Hilfsmittel wie die Säule 3a sind durch hohe Aktienquoten interessant.

Dank unserem Finanzielle Freiheit Rechner Schweiz weisst du nun, wie viel Geld für deine persönliche finanzielle Freiheit notwendig ist.

In unserem Bereich für Investments erfährst du, wie du in der Schweiz Geld anlegen kannst und dich so auf deine persönliche Reise der finanziellen Unabhängigkeit machen kannst.

Was ist dir am Ende dieses Beitrags noch unklar in Bezug auf das Thema? Handelt es sich für dich um ein erstrebenswertes Ziel und wenn ja, bis wann möchtest du es erreichen?

Wir freuen uns auf deine Antwort in den Kommentaren!

FAQ

Der Rechner arbeitet mit einem Zwei-Phasen-Modell. In der Ansparphase verzinsen wir dein Depot und jede Einzahlung mit deiner erwarteten Rendite. In der Entnahmephase rechnen wir Jahr für Jahr durch: Depot minus Ausgaben plus Rendite. AHV und Pensionskasse fliessen ab 65 als festes Monatseinkommen ein. Wer vor 65 aufhört, bekommt zusätzlich einen Sicherheitspuffer von 3 Jahresausgaben eingebaut, damit ein Marktcrash kurz vor Rentenbeginn nicht alles kippt. Die Rente wächst mit halber Inflationsrate, weil die Pensionskasse real meist Kaufkraft verliert.

Das hängt von deinem Aufhör-Alter und deinen Ausgaben ab. Für eine ordentliche Pensionierung mit 65 reicht bei Normalverdienern oft ein Depot zwischen CHF 100’000 und CHF 700’000, weil AHV und Pensionskasse einen grossen Teil der Ausgaben decken. Wer mit 55 aufhören will, braucht typischerweise CHF 1 bis 2 Millionen, um die 10 Jahre bis zur Rente aus dem Depot zu überbrücken.


Klassische FIRE-Rechner stammen aus den USA, wo die Altersvorsorge deutlich schwächer ist. In der Schweiz bekommst du ab 65 im Schnitt CHF 3’500 bis 5’500 pro Monat aus AHV und Pensionskasse. Dein Depot muss dann nur noch die Lücke zwischen Ausgaben und Rente decken, nicht die ganzen Ausgaben. Das spart oft 1 bis 2 Millionen im Zielvermögen.

Als grobe Faustregel ja, aber mit Einschränkungen. Die 4%-Regel stammt aus den USA und wurde für 30-Jahres-Entnahmephasen berechnet. Für Frührente ab 55 oder 50 ist sie oft zu optimistisch, 3.5% gelten hier als sicherer. Für die Schweiz entscheidender: Die 4%-Regel gilt nur fürs Depot. AHV und Pensionskasse sind nicht im 4% enthalten und decken einen grossen Teil der Lebenshaltung ab 65 sowieso.

6 Antworten
  1. Super Rechner!! 2 Fragen:
    1) wie ermittelt man künftige AHV bei Frührente?
    2) Wenn ich Eigenheim in 10 Jahren verkaufe, wie soll ich das im Rechner berücksichtigen?

    1. Freut mich, wenn er dir gefällt, Marius 🙂

      1) AHV bei Frührente
      Es gibt zwei Effekte, die die Rente tiefer machen können:

      a) Beitragslücken: Wer früher aufhört zu arbeiten, bleibt bis zum
      Referenzalter beitragspflichtig — als «Nichterwerbstätiger».
      Mindestbeitrag CHF 530/Jahr, abhängig von Vermögen und Renteneinkommen
      bis zu CHF 26’500/Jahr. Wer das brav bezahlt, hat keine Lücke. Vergisst
      man die Anmeldung bei der Ausgleichskasse, fehlen Beitragsjahre, jedes
      fehlende Jahr kostet rund 2.3% Rente.

      b) Tieferes Durchschnittseinkommen: Selbst ohne Beitragslücke sinkt
      die Rente leicht, weil die einkommenslosen Jahre den Durchschnitt
      runterziehen.

      Konkret berechnen:
      – Bestelle eine kostenfreie Rentenvorausberechnung bei deiner
      Ausgleichskasse (Formular 318.282)
      – Im Schwiizerfranke-Rechner einfach den Schätzwert beim Slider
      «Erwartete Rente ab 65» entsprechend tiefer setzen

      2) Eigenheim-Verkauf in 10 Jahren
      Der Rechner kennt keinen Verkaufs-Event direkt. Pragmatisch:

      – Nettoerlös schätzen: Verkaufspreis minus Resthypothek minus
      Grundstückgewinnsteuer minus Verkaufskosten
      – Den Betrag gedanklich auf die 10 Jahre bis zum Verkauf verteilen
      und als zusätzliche Sparrate einbauen (vereinfacht aber wirksam)
      – Oder zwei Szenarien rechnen: Einmal ohne Verkauf, einmal mit dem
      Erlös bereits im Depot-Vermögen heute. Die Wahrheit liegt
      dazwischen.

      Wichtig: Nach dem Verkauf brauchst du wieder Wohnraum. Wenn du dann
      zur Miete wechselst, steigen die monatlichen Ausgaben meist deutlich.
      Das musst du beim Slider «Monatliche Ausgaben» mitdenken, sonst wird
      dein FIRE-Datum zu optimistisch.

      Liebe Grüsse
      Eric

  2. Guten Tag
    Habe mit dem Rechner etwas gespielt.
    Aber habe ich richtig bemerkt, dass im Rechner das investierte Kapital während der gesamten Entnahmezeit keine rendite mehr berücksichtigt? Das stimmt ja so eigentlich nicht.
    Ausser man verkauft alle Titel und legt das gesamte Vermögen aufs Bankkonto, was auch nicht sinnvoll ist.
    Gruss Philipp

    1. Hallo Philipp,
      richtig, es wurde bewusst kein weiteres Wachstum eingebaut. Besonders im kurzfristigen Zeitraum (bspw. 0-5Jahre) sollten die benötigten Gelder keinem Analgerisiko mehr ausgesetzt sein.
      Für Geld, welches längerfristig nicht benötigt wird und somit noch angelegt werden könnte, bietet dieser Rechner somit eine Art «Reserve», da er eher somit eher konservativ rechnet.

      1. Update 2026: Der Rechner hat jetzt eine Rendite-Einstellung für die Entnahmephase (Default 4%) und rechnet Jahr für Jahr durch. Der Sicherheitspuffer kommt jetzt aus 3 Jahresausgaben am Ende der Vor-Rente-Phase bei Frührente — nicht mehr aus «keinem Wachstum».

  3. Cooler FIRE Rechner. Das Video wird als Privat angezeigt und lässt sich nicht wiedergeben.

    Prinzipiell it es schon Richtig , dass Thesauerierende Anlagen Wiederanlage und Zinseszins automatisieren. Das wäre eine klassische Buy and Hold Strategie. Durch die automatische Wiederanlage entfallen die Reinvestitionskosten Handelsgebühren und Courtagen usw.. Auch Richtig!

    Der Nachteil ist, dass Sie nicht zwingend mitbekommen, wenn eine Anlage während dem Jahr oder mehrjährig unterperformend dahindümpelt, den der Kurswert spiegelt nicht zwingend Rendite bzw. den Wert und operative Performance des Unternehmen wider. Mit ausschüttenden Aktien (ETF/Fonds) haben Sie entsprechende jährliche bis monatlichen Feedbacks. Zudem könnten Sie die Performance der Unternehmer untereinander leichter vergleichen.

    Sie können die Dividendenenerträge für Reinvestitionen, Anlagereserven und Rebalancing verwenden. Regelmässiger Check und Wiederanlage müssen sie ja sowieso vornehmen. Wenn ein Titel in den Keller rasselt verlieren Sie nicht alles und haben zumindest einen Teil ROI während den Jahren realisiert. Ok bis zur Wiederanlage haben sie während einer kurzen Zeitspanne nur einen mickrigen Sparzins aber hohe Verfügbarkeit. Bei einer Thesaurierung haben sie obiges nicht und im Woerst-Case müssen sie einen hohen Buchverlust (oder Happy einen hohen Gewinn von Durschnitt mehr als 5% pro Jahr) realisieren!
    Wer, wie ich UBS Aktie zu damals 34 gekauft als Leiche im Keller hat ist froh , dass Dividenden und Kapitalrückzahlungen den angehäuften Buchverlust verkleinert und vielleicht steigt der Titel ja irgendwann wieder auf über 34.
    Thesaurierende Aktien (ETF/Fonds) welche jährlich 5% Nettorendite (Zinseszins) (IK*(1+Zins)^Jahre) abwerfen müssten nach meiner Logik nach 20 Jahren mindestens 265% und nach 40 Jahren 703% Wert haben. Ist das jeweils so?
    Ich habe thesaurierende Fonds, auch in der Säule 3a, als Leichen im Depot die dies nicht erreichen und auch nie erreichen werden.
    Der Grund hier ist vorallem die belasteten Emmisionsabgaben, Rücknahme-, Verwaltungs- und Depotgebühren, sowie Einstiegszeitpunkt und Rückschläge
    Ärgerlich ist hier, dass viele Schweizer Banken bestenfalls den Transfer ihrer eigenen Fonds ins Privatvermögen zulassen und Fremde verkauft werden müssen. Der Verkaufszeitpunkt (Realiserung) kann dann in einer ungünstigen Kursphase mit Kursverluste fallen. Aber andere Baustelle!

    Es ist jeweils nicht sehr intelligent jeweils nur in verschiedene Aktienkategorien anzulegen sondern je nach Alter, Anlage Strategie und Sicherheitsbedürfnis legen sie noch in Zinspapiere / Tagegelder, Penisonkassen oder immobilien etc. an, welche Ihnen regelmässige Erträge generieren (können). und das Budget decken. Es ist also ein Gesamtkontext zu betrachten und die Erträge aus Aktien / Wertschriftenanlage, ob Dividende oder dynamische Entnahme, ist ein Bestandteil davon!

    In Jungen Jahren kann man durchaus Risikoreich in Wachstumtiteln mit hohen Schwankungen anlegen. Anleger so ab 45 / 50 Jahren sollten dann schon eher über Realisierung von Gewinne und Umschichtung auf Value und Divididenden Titel, Pensionsrenten, Zinspapiere die eher ein regelmässiges sicheres Grundeinkommen ermöglichen, nachdenken.

    Natürlich , wenn Sie es geschaftt haben bereits mit 40ig ihre 3 Millionen in Aktien zusammen zu haben können sie das Risiko, dass gerade und bis in Ihrer Rentenphasse eine Marktkorrekur um 50% Eintritt locker wegstecken und immer noch dynamisch entnehmen und weiterhin risikoreich bleiben.
    Zu berücksichtigen ist jedoch, dass je nach Bank / Titel u.U. Rücknahmekommissionen und Gebühren anfallen, welche die Rendite weider schmälern.

    Otto Normalanleger über 50 der vielleicht 500’000 Freizügikeitskapital 100′ 000 Wertschriftenanlagen und eine Eigentumswohnung hat hat ist mit einer Hoch Dividenstrategie, Zinspapiere und Mieteinahmen statt einer dynamischen Entnahme vermutlich eher besser bedient. Zudem, und vorallem, mit einer Depotbank, die keine (oder sehr niedrige) Depotgebühren verlangt und bei der Anlagen wenig Gebühren / Courtage / Handelskommissionen und keine Emmissions- und Rücknahmegebühren sowie niedrige Verwaltungskosten erzeugen! Da sind etliche Online Lösungen und einen Blick ins Ausland sehr Lohnenswert, den jeder Cent der abgeht schmälert das Resultat.

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