Brutto-Netto-Rechner Schweiz

Was wirklich von deinem Lohn übrig bleibt

Du kennst dein Bruttogehalt aus dem Arbeitsvertrag. Auf dem Konto landet am Monatsende eine spürbar kleinere Zahl. Oft sind es 10 bis 18 Prozent weniger. Der Rechner oben zeigt dir in Sekunden, was bei deinem Lohn übrig bleibt, in beide Richtungen: vom Brutto zum Netto und vom Wunschnetto zurück zum nötigen Brutto.

Was diesen Rechner von den anderen unterscheidet: Er sagt dir ehrlich, welche Abzüge gesetzlich fix sind und welche je nach Arbeitgeber abweichen können. Denn genau da werden die meisten Lohnrechner ungenau, ohne es zuzugeben.

Beispiel: CHF 7'000 brutto, was bleibt netto?

Nehmen wir einen Angestellten, 35 Jahre, CHF 7’000 Monatslohn, kein 13. Monatslohn, Vollzeit. Die Tabelle unten zeigt die Abzüge. Die ersten beiden stimmen auf den Franken, die unteren zwei sind Schätzungen, dein echter Wert kann abweichen. Warum, dazu gleich mehr. Wie es bei deinem Lohn aussieht, rechnet der Rechner oben automatisch.

Beispiel: CHF 7'000 brutto, was bleibt netto?
Angestellter, 35 Jahre, kein 13. Monatslohn, Vollzeit, Kanton Zürich. Die ersten beiden Posten stimmen auf den Franken. Bei den beiden unteren handelt es sich um Schätzungen, dein echter Wert kann je nach Pensionskasse und Arbeitgeber abweichen.
Abzug pro Monat Art
AHV/IV/EO (5,3%) CHF 371 gesetzlich fix
ALV (1,1%) CHF 77 gesetzlich fix
Pensionskasse (BVG) ca. CHF 240 arbeitgeberabhängig
NBU (Unfall) ca. CHF 98 arbeitgeberabhängig
Total Abzüge ca. CHF 786
Netto pro Monat ca. CHF 6'214 mit diesen Annahmen

Realistisch liegt das Netto in diesem Beispiel zwischen CHF 6’104 und CHF 6’221, je nach Pensionskasse und Unfallprämie. Statt einer scheingenauen Einzelzahl ist das die ehrliche Bandbreite.

Inhaltsverzeichnis

Welche Lohnabzüge gibt es in der Schweiz?

In der Schweiz wird dein Bruttolohn um fünf mögliche Lohnabzüge gekürzt. Zwei sind für alle gleich, drei hängen von deiner Situation ab:

  1. AHV/IV/EO, die Sozialversicherung der ersten Säule
  2. ALV, die Arbeitslosenversicherung
  3. BVG, die Pensionskasse (zweite Säule)
  4. NBU, die Nichtberufsunfallversicherung
  5. KTG, die Krankentaggeldversicherung (nicht überall)

AHV, IV und EO: die erste Säule

AHV/IV/EO ist die obligatorische Sozialversicherung der ersten Säule. Als Arbeitnehmer zahlst du 2026 davon 5,3 Prozent deines Bruttolohns, ohne Obergrenze. Dein Arbeitgeber zahlt denselben Betrag nochmals, das siehst du auf deiner Abrechnung nicht. Dieser Satz ist gesetzlich fix und für alle gleich. Wie viel das bei deinem Lohn ausmacht, zeigt der Rechner oben.

ALV: die Arbeitslosenversicherung

Die ALV kostet dich 1,1 Prozent, aber nur bis zu einem Jahreslohn von CHF 148’200. Was du darüber verdienst, ist beitragsfrei. Die frühere Solidaritätsabgabe auf hohe Löhne wurde Anfang 2023 abgeschafft. Auch hier zahlt dein Arbeitgeber denselben Anteil.

BVG: die Pensionskasse, der variabelste Posten

Hier wird es individuell. Der BVG-Abzug hängt von deinem Alter, deinem Lohn und vor allem vom Vorsorgeplan deines Arbeitgebers ab. Das Gesetz schreibt nur Mindestbeiträge vor, viele Kassen verlangen mehr.

Massgebend ist der koordinierte Lohn: Von deinem Lohn wird ein fixer Betrag abgezogen (der Koordinationsabzug von CHF 26’460), nur auf den Rest werden die Beiträge berechnet. Die Sätze steigen mit dem Alter: 7 Prozent mit 25 bis 34, 10 Prozent mit 35 bis 44, 15 Prozent mit 45 bis 54 und 18 Prozent ab 55. Davon trägst du normalerweise die Hälfte.

Weil viele Kassen über dieses Minimum hinausgehen, ist dein echter BVG-Abzug oft höher. Genau hier unterscheiden sich zwei Personen mit gleichem Lohn am stärksten. Prüfe deinen Fall im Rechner oben.

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NBU: die Nichtberufsunfallversicherung

Ab mehr als acht Wochenstunden beim selben Arbeitgeber bist du auch in der Freizeit unfallversichert. Diese Prämie trägst du meist allein, typischerweise um 1,4 Prozent, je nach Versicherer und Branche. Die genaue Prämie hängt vom Arbeitgeber ab, der Rechner zeigt dir die Auswirkung auf dein Netto.

KTG: die Krankentaggeldversicherung

Manche Arbeitgeber sichern deinen Lohn bei längerer Krankheit über eine Krankentaggeldversicherung ab. Sie ist freiwillig. Falls vorhanden, wird dein Anteil abgezogen, oft rund 0,7 Prozent. Im Rechner kannst du sie ein- und ausschalten.

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Warum zwei Brutto-Netto-Rechner unterschiedliche Ergebnisse zeigen

Das ist die Frage, die kaum ein Brutto Netto Rechner beantwortet. Du gibst denselben Lohn bei zwei Tools ein und bekommst zwei verschiedene Nettolöhne. Wie kann das sein?

Die Antwort: AHV und ALV sind schweizweit fix, da rechnen alle gleich. Aber BVG, NBU und KTG sind es nicht. Sie hängen von deiner Pensionskasse, deinem Arbeitgeber und deiner Branche ab. Ein Beispiel: Bei einem Jahreslohn von CHF 100’000 kann der BVG-Abzug je nach Pensionskasse von rund CHF 268 pro Monat (gesetzliches Minimum) bis gegen CHF 500 bei einem grosszügigen Plan reichen. Gleicher Lohn, unterschiedliche Kasse, mehrere Hundert Franken Unterschied im Netto.

Jeder Rechner muss hier Annahmen treffen. Die meisten tun das im Hintergrund mit versteckten Standardwerten und zeigen dir am Ende eine exakt wirkende Zahl, als wäre sie sicher. Wir machen es anders. Unser Lohn-Rechner kennzeichnet bei jedem Posten, ob er gesetzlich fix oder eine Schätzung ist. Ein realistisches Netto ist deshalb keine einzelne Zahl, sondern eine Bandbreite. Wer dir aufs Komma genau dein Netto verspricht, ohne deine Pensionskasse zu kennen, schätzt auch, sagt es dir nur nicht.

Warum keine Krankenkasse auf deiner Lohnabrechnung steht

Wer aus Deutschland oder Österreich zuzieht, sucht den Krankenkassenbeitrag oft vergeblich. In der Schweiz ist die Grundversicherung Privatsache. Du wählst deine Kasse selbst und zahlst direkt, nicht über den Lohn. Sie steht nicht auf der Abrechnung, ist aber ein fixer Posten, den du separat einplanen musst.

Und die Steuern?

Für Angestellte mit Schweizer Pass oder Niederlassungsbewilligung C werden keine Steuern vom Lohn abgezogen. Du bekommst dein Netto und zahlst die Steuern später über die Steuererklärung. Bei Quellensteuerpflichtigen (keine C-Bewilligung, Grenzgänger) wird die Steuer direkt abgezogen. Der Satz hängt von Kanton, Tarifcode, Kinderzahl und Konfession ab, nicht von der Wohngemeinde.

Was du beeinflussen kannst, und was nicht

Nicht jeder Abzug ist dein Schicksal. Sortieren wir: AHV, IV, EO und ALV sind nicht beeinflussbar, gesetzlich fix und für alle gleich. Das BVG ist teilweise beeinflussbar, über die Wahl des Arbeitgebers und dessen Vorsorgeplan. Beeinflussbar ist deine Steuerlast.

Beim letzten Punkt hast du den stärksten Hebel: die Säule 3a. Was du einzahlst, darfst du vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehen. 2026 sind das bis zu CHF 7’258, falls du einer Pensionskasse angeschlossen bist. Je nach Einkommen und Wohnort sparst du mehrere Hundert bis über tausend Franken Steuern pro Jahr. Welcher Anbieter sich lohnt, zeigt unser Säule-3a-Vergleich.

Verstehst du deine Lohnabrechnung wirklich?

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Fazit

Zwischen Brutto und Netto liegen in der Schweiz bis zu fünf Abzüge. AHV/IV/EO (5,3%) und ALV (1,1%) sind gesetzlich fix und für alle gleich. BVG, NBU und KTG hängen von deinem Arbeitgeber ab und sind genau der Grund, warum dein echtes Netto von jeder pauschalen Rechnung abweichen kann. Der Brutto Netto Rechner Schweiz oben gibt dir eine verlässliche Bandbreite und sagt dir ehrlich, welche Zahl sicher ist und welche geschätzt. Den grössten eigenen Hebel hast du nicht beim Lohn, sondern bei der Steuer über die Säule 3a.

Häufige Fragen

Gesetzlich fix sind 5,3% (AHV/IV/EO) plus 1,1% (ALV) bis CHF 148’200 Jahreslohn. Dazu kommen variable Abzüge für Pensionskasse, NBU und allenfalls KTG. Insgesamt gehen je nach Alter und Vorsorgeplan grob 10 bis 18 Prozent ab.

Der grösste Brocken ist meist die Pensionskasse, deren Beitrag mit dem Alter steigt (von 7% mit 25 bis 18% ab 55). Dazu AHV, IV, EO und ALV. Bei Quellensteuerpflichtigen kommt die Steuer direkt dazu.

Weil die Pensionskasse vom Arbeitgeber abhängt. Bei gleichem Jahreslohn kann der BVG-Abzug je nach Vorsorgeplan mehrere Hundert Franken pro Monat auseinanderliegen. Das ist der häufigste Grund für unterschiedliche Nettolöhne bei gleichem Brutto.

Weil BVG, NBU und KTG nicht schweizweit fix sind. Jeder Rechner schätzt hier. Unser Rechner weist diese Posten offen als Schätzung aus, deine echte Lohnabrechnung kennt die genauen Werte deiner Kasse.

Nein. In der Schweiz zahlst du die Krankenkassenprämie selbst und direkt an deine Kasse. Sie steht nicht auf der Lohnabrechnung.

Ja, der Rechner oben kann beide Richtungen. Praktisch, wenn du ein Wunschnetto hast und wissen willst, welches Brutto du verhandeln musst.

Finanzautor Eric Marschall zertifizierter Vermögensberater (IAF) unabhängiger Finanzexperte Schweiz - certified financial expert switzerland
Über den Autor

Eric ist Gründer von Schwiizerfranke.com und zertifizierter IAF-Vermögensberater. Seit 2019 hilft er Schweizerinnen und Schweizern, ihre Finanzen verständlich, unabhängig und effizient zu regeln.

📌 Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und stellt keine individuelle Anlageberatung dar.