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Privatbanken Schweiz Liste 2026 – Alle 95 Institute
Die Schweiz zählt 95 als Privatbank klassifizierte Institute mit FINMA-Bewilligung (Stand: Februar 2026). Unsere vollständige, filterbare Liste zeigt alle Privatbanken nach Kanton, FINMA-Aufsichtskategorie und Eigentümerschaft – von Julius Bär über Lombard Odier bis zu kleinen Boutique-Banken. Nutze die Filter im Tool oben, um gezielt nach Privatbanken in Zürich, Genf, Basel oder dem Tessin zu suchen.
Was sind Privatbanken?
Privatbanken in der Schweiz sind spezialisierte Finanzinstitute für Vermögensverwaltung und Private Banking. Im Gegensatz zu Universalbanken bieten sie keine klassischen Bankdienstleistungen für die breite Masse. Stattdessen betreuen sie vorwiegend vermögende Privatkunden mit individuellen Anlagestrategien und persönlicher Beratung.
Typische Merkmale von Privatbanken sind massgeschneiderte Betreuung durch einen persönlichen Berater, Zugang zu exklusiven Anlageprodukten und eine auf Langfristigkeit ausgelegte Kundenbeziehung. Auf der anderen Seite stehen höhere Gebühren und häufig ein Mindestanlagekapital als Einstiegshürde.
Wichtig: Nicht jede Bank mit «Privat» im Namen ist eine Privatbank im regulatorischen Sinn. Unsere Liste enthält ausschliesslich Institute, die gemäss FINMA-Bewilligungslisten und SNB-Bankenverzeichnis als Privatbank klassifiziert werden (Banktyp-Klassifizierung redaktionell aufbereitet durch Schwiizerfranke).
Für die vollständige Übersicht aller 268 FINMA-bewilligten Institute siehe unsere Liste aller Banken der Schweiz.
Privatbanken vs. Privatbankiers – der Unterschied
Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es einen entscheidenden rechtlichen Unterschied:
Privatbanken sind als Aktiengesellschaft (AG) oder ähnliche Rechtsform organisiert. Die Haftung ist auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt. Mit 95 Instituten bilden sie die grösste Bankengruppe der Schweiz.
Privatbankiers hingegen sind als Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft (KmG) organisiert. Die Teilhaber haften mit ihrem persönlichen Vermögen – ein starkes Vertrauenssignal gegenüber Kunden. Diese Rechtsform ist heute selten geworden. Die SNB führt aktuell nur noch fünf Privatbankiers:
- Rahn+Bodmer Co. (Zürich, gegr. 1750) – älteste Zürcher Privatbank
- Bordier & Cie SCmA (Genf, gegr. 1844)
- E. Gutzwiller & Cie. Banquiers (Basel, gegr. 1886)
- Baumann & Cie KmG (Basel, gegr. 1920)
- Reichmuth & Co. (Luzern, gegr. 1996)
Alle fünf erscheinen auch in unserer Tabelle oben, da die FINMA sie als Privatbank klassifiziert.
Ein häufiges Missverständnis betrifft die traditionsreichen Genfer Häuser Lombard Odier, Pictet und Mirabaud. Diese drei galten jahrzehntelang als Inbegriff des Schweizer Privatbankiers. In den letzten Jahren haben sie jedoch ihre Rechtsform von der Kommanditgesellschaft zur Aktiengesellschaft (SA) umgewandelt. Im SNB-Bankenverzeichnis werden sie daher nicht mehr als Privatbankiers geführt, sondern als Börsenbanken – obwohl ihr Geschäftsmodell weiterhin auf Private Banking ausgerichtet ist.
Als ich die FINMA- und SNB-Daten für diese Liste aufbereitet habe, war ich überrascht, dass nur noch 5 echte Privatbankiers existieren. Vor 20 Jahren waren es noch über 15.
Stand: März 2026

Wie viele Privatbanken gibt es in der Schweiz?
Die Schweiz zählt 95 als Privatbank klassifizierte Institute – die grösste einzelne Bankengruppe, noch vor Regionalbanken (42), Wertpapierhäusern (31) und Kantonalbanken (24).
55 dieser 95 Privatbanken befinden sich in ausländischer Eigentümerschaft (58 %). Banken aus dem Nahen Osten, Asien, Europa und Amerika betreiben Privatbank-Töchter in der Schweiz – ein Zeichen für die anhaltende Attraktivität des Schweizer Finanzplatzes.
Alle Privatbanken in unserer Liste fallen in die FINMA-Aufsichtskategorien 3 bis 5. Keine Privatbank gehört zu Kategorie 1 (systemrelevant) oder Kategorie 2 (sehr gross). Die Verteilung: 11 Institute in Kategorie 3 (gross), 27 in Kategorie 4 (mittelgross) und 57 in Kategorie 5 (klein).
Quellen: FINMA-Bewilligungsregister und SNB-Bankenverzeichnis.
Die Einlagensicherung schützt Einlagen bei allen Schweizer Banken bis CHF 100’000 pro Institut.
Privatbanken nach Kanton
Genf und Zürich vereinen zusammen 73 % aller Schweizer Privatbanken. Die restlichen 26 Institute verteilen sich auf 8 weitere Kantone.
Privatbanken Zürich (34 Institute)
Zürich ist der grösste Finanzplatz der Deutschschweiz und Sitz von 34 Privatbanken. Das Spektrum reicht von grossen, international tätigen Häusern bis zu kleinen Boutique-Banken.
In der höchsten Aufsichtskategorie (Kat. 3) stehen Julius Bär, Vontobel und EFG Bank. Zu den mittelgrossen Instituten (Kat. 4) gehören unter anderem Lienhardt & Partner (gegr. 1868) und Rahn+Bodmer (gegr. 1750, älteste Zürcher Privatbank). Den grössten Anteil machen die 24 kleineren Privatbanken der Kategorie 5 aus, darunter etablierte Namen wie Maerki Baumann (gegr. 1932) und BERGOS (gegr. 1893), aber auch neuere Gründungen wie Globalance Bank (2011) oder MBaer Merchant Bank (2018).
20 der 34 Zürcher Privatbanken sind in ausländischer Eigentümerschaft, darunter Goldman Sachs, Citibank, Nomura und Rothschild & Co.
Privatbanken Genf (35 Institute)
Genf ist mit 35 Instituten knapper Spitzenreiter und das Zentrum des Westschweizer Private Bankings. Der Standort ist stark international geprägt – 23 der 35 Genfer Privatbanken haben ausländische Eigentümer.
Genf beherbergt gleich 7 Privatbanken der Kategorie 3, mehr als jeder andere Kanton: Lombard Odier (gegr. 1796), Pictet (gegr. 1805), Union Bancaire Privée (UBP), Edmond de Rothschild, CA Indosuez, EFG Bank European Financial Group und HSBC Private Bank. Dazu kommen 11 mittelgrosse Institute wie Mirabaud (gegr. 1819), Banque Syz, Bordier & Cie, J.P. Morgan und Deutsche Bank (Suisse).
Die ältesten noch existierenden Privatbanken der Schweiz stammen aus Genf: Lombard Odier (1796) und Pictet (1805) blicken auf über 200 Jahre Geschichte zurück.
Privatbanken Tessin (11 Institute)
Das Tessin zählt 11 Privatbanken, vorwiegend mit Sitz in Lugano. Der Standort dient traditionell als Brücke zum italienischen Finanzmarkt. 8 der 11 Tessiner Privatbanken befinden sich in ausländischer Eigentümerschaft.
Zu den bekanntesten zählen Cornèr Banca (gegr. 1952, Kat. 4), PKB Privatbank, Banca del Sempione und AXION SWISS BANK. Die Società Bancaria Ticinese in Bellinzona (gegr. 1903) ist das einzige Tessiner Institut ausserhalb von Lugano.
Privatbanken Basel (8 Institute)
Basel ist Sitz von 8 Privatbanken und profitiert von der Nähe zu Deutschland und Frankreich. Das grösste Institut ist Bank J. Safra Sarasin (Kat. 3, gegr. 1841), heute in brasilianischem Besitz. Daneben finden sich traditionsreiche Häuser wie Dreyfus Söhne & Cie. (gegr. 1813), E. Gutzwiller & Cie. (gegr. 1886, einer der letzten 5 Privatbankiers) und Baumann & Cie KmG (gegr. 1920, ebenfalls Privatbankier). LGT Bank (Schweiz), im Besitz der Fürstenfamilie von Liechtenstein, hat ebenfalls ihren Schweizer Sitz in Basel.
Weitere Kantone
Bern hat mit Privatbank Von Graffenried (gegr. 1979) und Zähringer Privatbank (gegr. 2015) zwei Privatbanken. In Neuchâtel sitzt Banque Bonhôte & Cie (gegr. 1815), im Kanton Schwyz die BZ Bank in Wilen bei Wollerau, im Kanton St. Gallen die LLB (Schweiz) in Uznach, im Kanton Waadt Piguet Galland in Yverdon-les-Bains, und im Kanton Luzern Reichmuth & Co. (einer der 5 Privatbankiers).
Auffällig: Der Kanton Zug hat trotz seiner tiefen Steuersätze und starken Finanzbranche keine einzige FINMA-klassifizierte Privatbank.
Grösste Privatbanken der Schweiz
Keine Schweizer Privatbank gehört zu den FINMA-Aufsichtskategorien 1 oder 2 – diese sind den Grossbanken und systemrelevanten Instituten vorbehalten. Die grössten Privatbanken fallen in Kategorie 3:
| Privatbank | Standort | Gegründet | Eigentümer |
|---|---|---|---|
| Bank Julius Bär & Co. AG | Zürich | 1890 | Schweiz |
| Banque Pictet & Cie SA | Genf | 1805 | Schweiz |
| Banque Lombard Odier & Cie SA | Genf | 1796 | Schweiz |
| Bank Vontobel AG | Zürich | 1924 | Schweiz |
| UNION BANCAIRE PRIVEE, UBP SA | Genf | 1969 | Schweiz |
| Edmond de Rothschild (Suisse) S.A. | Genf | 1953 | Schweiz |
| Bank J. Safra Sarasin AG | Basel | 1841 | Ausland |
| CA Indosuez (Switzerland) SA | Genf | 1876 | Ausland |
| EFG Bank AG | Zürich | 1995 | Ausland |
| EFG Bank European Financial Group SA | Genf | 1952 | Ausland |
| HSBC Private Bank (Suisse) SA | Genf | 1999 | Ausland |
Wir verzichten bewusst auf ein «Beste Privatbank»-Ranking. Rankings wie das Bilanz Private Banking Rating oder die FUCHS|RICHTER-Bewertung basieren auf unterschiedlichen, teils kostenpflichtigen Bewertungskriterien. Unsere Liste liefert stattdessen die Fakten, damit du dir selbst ein Bild machen kannst.
Stand: März 2026
Privatbank: Ab wieviel Vermögen?
Die Einstiegshürden variieren je nach Institut und Dienstleistung erheblich:
Grosse Privatbanken wie Julius Bär oder Lombard Odier setzen für klassische Vermögensverwaltungsmandate in der Regel ein Mindestanlagekapital von CHF 500’000 bis CHF 1’000’000 voraus. Mittlere und kleinere Privatbanken sind teilweise ab CHF 100’000 bis CHF 250’000 zugänglich. Reine Beratungsmandate (Advisory-Only) gibt es bei manchen Instituten bereits ab CHF 100’000.
Wer weniger anlegen möchte, findet bessere Optionen bei Onlinebanken und digitalen Vermögensverwaltungen. Ein Online-Broker-Vergleich hilft bei der Auswahl der passenden Plattform. Für automatisierte Anlagestrategien eignen sich Robo-Advisors, die bereits ab wenigen tausend Franken verfügbar sind.
FAQ – Häufige Fragen zu Privatbanken Schweiz
Wie viele Privatbanken gibt es in der Schweiz? 95 als Privatbank klassifizierte Institute mit FINMA-Bewilligung (Stand: Februar 2026). Damit sind Privatbanken die grösste Bankengruppe der Schweiz, noch vor Regionalbanken (42) und Kantonalbanken (24).
Was ist der Unterschied zwischen Privatbank und Privatbankier? Privatbanken sind als AG organisiert (beschränkte Haftung). Privatbankiers sind als Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft organisiert – die Teilhaber haften persönlich. In der Schweiz gibt es nur noch 5 Privatbankiers: Rahn+Bodmer, Bordier & Cie, E. Gutzwiller, Baumann & Cie und Reichmuth & Co.
Wo gibt es die meisten Privatbanken? Genf (35 Institute) und Zürich (34) liegen fast gleichauf und vereinen zusammen 73 % aller Schweizer Privatbanken. Es folgen Tessin (11), Basel-Stadt (8) und Bern (2).
Ab welchem Vermögen kann ich Kunde werden? Die meisten Privatbanken verlangen ein Mindestanlagekapital von CHF 250’000 bis CHF 1’000’000. Einige kleinere Institute sind ab CHF 100’000 zugänglich. Für kleinere Beträge eignen sich Onlinebanken oder Robo-Advisors.
Welche ist die älteste Privatbank der Schweiz? Rahn+Bodmer in Zürich (gegründet 1750) gilt als älteste Zürcher Privatbank. In Genf blicken Lombard Odier (1796) und Pictet (1805) auf über 200 Jahre zurück.
Sind Einlagen bei Privatbanken sicher? Ja. Alle Privatbanken in der Schweiz unterstehen der FINMA-Aufsicht und sind Mitglied von esisuisse. Einlagen sind bis CHF 100’000 pro Bank und Kunde geschützt. Mehr dazu unter Einlagensicherung Schweizer Banken.
Datenquellen: FINMA – Bewilligungsregister und SNB – Bankenverzeichnis. Banktyp-Klassifizierung und Zusatzdaten redaktionell aufbereitet durch Schwiizerfranke. Stand: Februar 2026.